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08.07.2014

14:54 Uhr

Umstrittene Rentenreform

50.000 Senioren wollen Frührente beanspruchen

Die Sorgen der Kritiker scheinen wahr zu werden: Schon kurz nach Start der Regelung zur abschlagsfreien Rente mit 63 liegen 50.000 Anträge vor. Die Verantwortlichen beschwichtigen, dies sei kein plötzlicher Ansturm.

Sie hat einiges an Kritik eingesteckt, nun deuten die ersten Zahlen eine Frühverrentungswelle an: Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles muss noch viel über ihr Rentenpaket informieren, wie hier an diesem Stand in Berlin. dpa

Sie hat einiges an Kritik eingesteckt, nun deuten die ersten Zahlen eine Frühverrentungswelle an: Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles muss noch viel über ihr Rentenpaket informieren, wie hier an diesem Stand in Berlin.

BerlinGut eine Woche nach dem Inkrafttreten des Rentenpakets liegen rund 50.000 Anträge für die neue abschlagfreie Rente mit 63 Jahren vor. Aus dieser Zahl lasse sich aber noch nicht ableiten, in welchem Umfang die Rente für langjährig Versicherte in Anspruch genommen werde, teilte die zuständige Behörde, die Deutsche Rentenversicherung Bund, am Dienstag in Berlin mit. Die Anträge seien im ersten Halbjahr eingegangen.

Die neue Rente mit 63 Jahren nach 45 Versicherungsjahren ist seit dem 1. Juli möglich. Die Bundesregierung erwartet, dass in diesem Jahr etwa 240.000 Beschäftigte davon Gebrauch machen. Davon hätten nach Einschätzung der Regierung aber etwa 180.000 ohnehin die schon länger mögliche Frührente ab 63 mit Abschlägen beantragt, so dass aufgrund der Neuregelung mit etwa 60.000 zusätzlichen Anträgen gerechnet wird.

Von

rtr

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