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11.08.2013

16:26 Uhr

Umstrittene Veröffentlichung

FDP-Politikerin zieht Kandidatur wegen Pädophilie-Äußerung zurück

Nicht nur die Grünen kämpfen mit Pädophilie-Vorwürfe. Eine FDP-Politiker zog ihre Bundestagskandidatur nun wegen positiver Äußerungen zum Thema Pädophilie zurück. Es ist offenbar nicht der einzige Fall bei den Liberalen.

Die FDP-Politikerin Dagmar Döring wird nun doch nicht für den Bundestag kandidieren. Grund dafür sind frühere Aussagen zur Pädophilie. dpa

Die FDP-Politikerin Dagmar Döring wird nun doch nicht für den Bundestag kandidieren. Grund dafür sind frühere Aussagen zur Pädophilie.

WiesbadenNach Vorwürfen wegen eines Pädophilen-freundlichen Artikels aus den 80er Jahren hat die FDP-Politikerin Dagmar Döring ihre Bundestags-Kandidatur zurückgezogen. Sie lege ihre Kandidatur für den Bundestagswahlkreis Wiesbaden nieder, schrieb Döring in einem Samstag von der FDP veröffentlichten Brief an den Kreisvorsitzenden der Partei in Wiesbaden, Florian Rentsch. Laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" betrifft die Pädophilie-Debatte die FDP über Döring hinaus.

Die 53-jährige Döring ist verheiratet und Mutter von drei Kindern im Teenager-Alter, seit 2007 ist sie Mitglied der FDP. In ihrer Erklärung schrieb die Liberale, sie wolle Schaden von ihrer Familie und der FDP abwenden.

Döring veröffentlichte in dem 1980 erschienenen Buch „Pädophilie heute“ einen zweiseitigen Aufsatz, der die damalige Forderung einiger Pädophilie-Gruppen nach Legalisierung sexueller Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern unterstützt, wie sie selbst schrieb. Ihre Sichtweisen und politischen Aktivitäten damals seien aus heutiger Sicht „völlig inakzeptabel“ und „ein großer Fehler“. Sie distanziere sich mit aller Deutlichkeit von allen Schriften und politischen Aktionen aus „diesem früheren Kapitel aus meinem Leben“.

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Die damalige Entwicklung sei ihr heute, mehr als 30 Jahre später, „gar nicht mehr im Einzelnen nachvollziehbar“, schrieb Döring. Die Ereignisse jener Zeitspanne habe sie in der Zwischenzeit „völlig verdrängt“. Als Ehefrau und Mutter von drei Kinder seien ihr die „damaligen unreifen Gedanken heute unvorstellbar peinlich“.

Konfrontiert mit ihrem Artikel wurde Döring eigenen Angaben zufolge von dem Göttinger Parteienforscher Franz Walter. Das von Walter geleitete Institut für Demokratieforschung soll sich mit dem Einfluss von Pädophilen-Gruppen bei den Grünen beschäftigen und stieß dabei auch auf Döring.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Montagsausgabe) berichtete, wollte das Blatt am Montag auf Grundlage der Walter-Recherchen über Döring berichten. Döring habe mit Blick auf die Veröffentlichung ihren Rückzug erklärt. Döring sei nicht nur für die Legalisierung von Pädophile eingetreten, sie habe sich selbst auch sexueller Erfahrungen mit Kindern gebrüstet.

Kommentare (7)

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Augias

11.08.2013, 17:03 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

James_Bond

11.08.2013, 20:01 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Tabu

11.08.2013, 20:44 Uhr

Haben grad den Weltspiegel gesehen mit Themen wie,
Südafrika:Das Trauma der Frauen.
Meist trifft aber es Kinder,Jugendliche.
Jedes dritte Kind und Frau wurde schwer mißbraucht.
Kaum ein Kind,wächst mit einem positiven Männerbild
auf..Das trifft auch für Indien,für Brasilien,für
die arabischen Länder zu,mit ihren Kinderbräuten,ab
sechs Jahren,für Negeria wo Homosexuelle zwangshetero-
sexualisiert werden per Massenmißbrauch.
Hier kriegen die Mädchen mit 13 die Pille.Wird immer
früher sich sexuell betätigt.Werden immer mehr Mädchen
Mütter,meist mit Erzeugern,im Alter von damals
Dagmar Döring.
Man kann sich in diesem Alter schwer verlieben,ohne
über die Konsequenzen klar zu sein.
Dagmar D.hat über ihre Zuneigung zu einer solchen
weiblichen Jugendlichen berichtet.Vor 34 Jahren.
Das sie aus diesem Empfinden heraus,die meist
überwiegend männlichen Pädophilen mit unterstützte,
ist ihr wohl nicht bewußt gewesen.
Heute selber Mutter,schämt sie sich für diese
Gefühlsanwandlung.
Hat jedenfalls wenig mit dem zutun,was z.Beispiel in
Afrika gang und gäbe ist und wenig mit Gefühl aber
alles mit Trieb so brutal ist dort der
Mißbrauch.
Und hat garnichts mit den Opfern hier zu tun,wo der
Mißbrauch meist durch männliche Verwandte stattfindet.
Meine Tochter ist 15 und schwärmt heftig von ihrer
Lehrerin..ganz unschuldig..So what.Wir reden drüber
und findens Altersgerecht.

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