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23.09.2011

13:20 Uhr

Umstrittener Finanzbedarf

„Forderungen von ARD und ZDF sind nicht nachvollziehbar“

ExklusivDie öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland wollen mehr Geld. Doch nicht nur die Privaten machen mobil gegen den neuen Finanzhunger. Auch in der Politik regt sich Widerstand.

GEZ-Anmeldeformulare. dpa

GEZ-Anmeldeformulare.

DüsseldorfDer Grünen-Medienexperte Malte Spitz hat zurückhaltend auf Berichte reagiert, wonach die öffentlich-rechtlichen Sender für die kommende Gebührenperiode von 2013 bis 2016 mehr Geld wollen. „Die Forderungen von ARD und ZDF sind für uns zu diesem Zeitpunkt nicht nachvollziehbar“, sagte das Grünen-Bundesvorstandsmitglied Handelsblatt Online. „Auch wenn sich die Zahl von 1,47 Milliarden auf die gesamte Gebührenperiode von vier Jahren verteilt, nährt sie die Skeptiker, die immer stärker unser aktuelles System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und seiner Finanzierung in Frage stellen.“

Daher müssten die Anstalten jetzt deutlich machen, wofür die zusätzlichen Gelder verwendet werden sollen. Erst dann könne man sich über diese Fragen dann auch sachlich streiten. Spitz wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass über zusätzliches Geld längst noch nicht entschieden sei. Bei den Plänen von ARD und ZDF handle es sich zunächst um „die Anmeldung eines erhöhten Finanzbedarfs bei der KEF, die zur Bewertung und Prüfung des Finanzbedarfs als unabhängige Stelle politisch geschaffen wurde“.

Die ARD braucht für die kommende Gebührenperiode von 2013 bis 2016 nach eigenen Berechnungen rund 900 Millionen Euro mehr. Diesen Betrag habe sie bei der zuständigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) angemeldet, teilte die geschäftsführende Anstalt, der Westdeutsche Rundfunk (WDR), am Donnerstag mit. Der WDR bestätigte damit entsprechende Presseberichte. Bislang nimmt die gesamte ARD über Gebühren jährlich rund 5,5 Milliarden Euro ein.

Dieser Bedarf sei geringer als der, den die KEF für die laufende Gebührenperiode anerkannt habe, hieß es weiter. Pro Jahr entspräche die aktuelle Anmeldung einer Anpassung von 1,1 Prozent, bliebe damit also deutlich unter der allgemeinen Kostensteigerung. Hierbei handele es sich um die niedrigste Rate, die von der ARD jemals angemeldet wurde. Angesichts der vom ZDF angegebenen Zahlen bewege sich die ARD - gemessen an ihrer Größe - deutlich unterhalb des ZDF, das für die kommende Gebührenperiode 429 Millionen Euro mehr beantragt hat.

Kommentare (8)

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Alfred_H

23.09.2011, 14:04 Uhr

Es ist wie in vielen Bereichen, in denen bei fehlender Kostendeckung einfach die Einnahmen erhöht werden. Die Politik lebt es doch vor. Wenn das Geld nicht mehr reicht, wird eine neue Steuer erfunden oder alte Steuern erhöht. Wenn die Krankenkassen nicht mehr klarkommen, werden einfach Zusatzbeiträge erhoben. In der Privatwirtschaft können nicht einfach so die Preise erhöht werden. Geringfügige Preisanpassungen finden natürlich auch statt. Jedoch müssen auch Einspamaßnahmen und Produktionsoptimierungen stattfinden. Alle "Gebühreneinsammler" haben aber garkeinen Grund zum Sparen. Sie können immer aus dem Vollen schöpfen. Und diese Mentalität lässt gebührenfinanzierte Firmen wie Pilze aus dem Boden sprießen. Wozu noch wirtschaftlich arbeiten? Wenn das Geld nicht reicht, wird per Gesetz abkassiert.

Osterwelle

23.09.2011, 14:09 Uhr

Die Öff.-rech sind leider keine Garantie für qualitativ hochwertige nachrichten und Berichterstattung, und mit der übrigen Propaganda sind die Privaten auch gut genug. Man sollte tatsächlich lautstark darüber nachdenken die Mittel skzessiv zu kürzen und die unbegründete Vormachtstellung der Öff-rech. massiv zu beschneiden. Eine Medien-diktatur hat in einer wirklich demokratischen Gesellschaft nichts zu suchen. Wozu MUSS ich ein Fernsehfilm auf Öff.-rech bezahlen, wenn ich auf den privaten zum Teil größere Auswahl habe. Die Öff.-Rechs. sind Produkte aus der Unzeiten des Propagandaministeriums, der verschiedenen Sozialismen des 20. Jahrhunderts und haben in heutiger Zeit keine bereichtigung. ich empfehle 95% Kürzung. programm beschneidung ARD und ZDF und Dritte zusammenlegen und mittwochs und sonntags 20 Minuten lang senden. Das reichzt.

Heiner

23.09.2011, 14:37 Uhr

Wir sollten etwas gegen den Wahnsinn tun:
Auf www.gez.de wenigstens das Fernsehgerät abmelden.
Niemand darf zur Kontrolle in die Wohnung.
Wer Fußball sehen will soll Sky abonieren.
Moderatoren und Intendantengehälter auf die Bezüge der Bundeskanzlerin deckeln (250.000Euro statt 10 Mio für Jauch)
Wahlkreispolitiker anschreiben und sich für eine Deckelung der GEZ Gebühren auf max 10 Euro einsetzen.

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