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09.01.2015

12:55 Uhr

Umstrittener Kurs

Linke Grüne kritisieren eigene Partei

Vertreter des linken Flügels der Grünen befürchten, dass ihre Partei zu sehr in die Mitte rückt. Die Partei solle nicht versuchen es allen recht zu machen, sondern vielmehr anecken, provozieren und unbequem sein.

Agnieszka Brugger und Sven Lehmann kritisieren, dass ihre Partei zu bequem geworden ist. dpa

Agnieszka Brugger und Sven Lehmann kritisieren, dass ihre Partei zu bequem geworden ist.

WeimarBei den Grünen bahnt sich neuer Streit über den künftigen Kurs der Partei an. Vertreter des linken Flügels warnen die Partei, zu sehr in die Mitte zu rücken und klare Positionen aufzugeben. „Wir Grüne können und wollen es nicht allen recht machen, wir wollen uns nicht an alle und jeden ohne Mut und eigene Ideen ankuscheln“, schreiben Agnieszka Brugger und Sven Lehmann in einem Papier, das sie am Freitag parallel zum Abschluss der Klausur der Bundestagsfraktion in Weimar veröffentlichten.

Brugger ist verteidigungspolitische Sprecherin der Fraktion im Bundestag, Lehmann Landeschef in Nordrhein-Westfalen. „Wir müssen raus aus der Komfortzone“, heißt es in dem Papier, über das zuvor „Spiegel Online“ berichtet hatte. Es bestehe der Eindruck, dass wesentliche Teile des programmatischen Grundkonsenses nach und nach infrage gestellt würden, ohne dass dies auf einem Parteitag jemals beschlossen worden sei, kritisieren Brugger und Lehmann.

Die Grünen seien lange dafür gewählt worden, dass sie „überholte Ansichten und verkrustete Strukturen“ infrage gestellt hätten. Die Grünen müssten sagen, wie etwas geändert werden solle - „auch wenn es bisweilen unbequem ist und wir damit anecken und provozieren“. Die Wähler erwarteten, dass die Grünen vor allem drei Dinge ausstrahlten: Zuversicht, augenzwinkernde Selbstironie und provokant-frechen Charme. „Allerdings drohen diese verloren zu gehen, wenn Unterschiede zu anderen Parteien verschwimmen.“

Von

dpa

Kommentare (7)

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Herr Tom Schmidt

09.01.2015, 13:17 Uhr

Sag bloss? Jetzt entstehen durch diese blöde und unnötige Realität doch wirklich Fragestellungen ohne das ein Parteitag der Grünen darüber abgestimmt hat...

Herr Horst Hamacher

09.01.2015, 13:29 Uhr

Die Partei solle nicht versuchen es allen recht zu machen, sondern vielmehr anecken, provozieren und unbequem sein.
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Ja, genau!
Schmeißt noch mehr von der Sorte "Veggie-Day" auf den Markt!
Ich freu mich schon auf eure Wahlergebnisse!

Herr C. Falk

09.01.2015, 13:29 Uhr

Die Grünen sind doch längst eine Unterabteilung der SPD und
mutieren jetzt aktuell zu einer Unterabteilung der CDU,
wärend Herr Özdemir am liebsten die FDP beerben will.

Die Grünen sind schon lange nichts anderes als Bestandteil der politischen Nomenklatura in diesem Land, nicht mehr und nicht weniger mit allen Privilegien, die diese Nomenklatura genießt und in Anspruch nimmt.

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