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29.08.2012

11:55 Uhr

Umstrittenes Gesetz

Kabinett einigt sich auf Verbot gewerbsmäßiger Sterbehilfe

Das Kabinett hat den umstrittenen Gesetzentwurf zur Sterbehilfe verabschiedet. Wer einem anderen beim Suizid hilft, um damit Geld zu verdienen, soll künftig bestraft werden. Anders ist es bei Angehörigen oder Freunden.

Sterbehilfe – ja oder nein? Und vor allem wie? Diese Fragen beschäftigen momentan die Bundesregierung. dapd

Sterbehilfe – ja oder nein? Und vor allem wie? Diese Fragen beschäftigen momentan die Bundesregierung.

BerlinDie Bundesregierung hat das umstrittene Sterbehilfe-Gesetz auf den Weg gebracht. Das Kabinett billigte am Mittwoch den Entwurf von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Demnach macht sich künftig strafbar, wer einem anderen beim Selbstmord hilft, um damit Geld zu verdienen. Ausdrücklich straffrei bleiben sollen dagegen Angehörige und andere nahestehenden Menschen, die den Sterbewilligen auf dem Weg zum Sterbehelfer begleiten. Der Entwurf geht nun in die parlamentarische Beratung.

Zur Begründung erklärte Leutheusser-Schnarrenberger: „Angehörige oder enge Freunde, die dem Sterbenskranken - vergleichbar einem Angehörigen - besonders emotional nahestehen und die er als Stütze in dieser letzten, existenziellen Krise seines Lebens bei sich wissen will, verdienen in der Regel unseren Respekt, jedenfalls keine Strafandrohung“. Von einer Ausweitung der Suizidhilfe könne daher keine Rede sein, vielmehr stelle ihr Entwurf unter Strafe, was bislang nicht strafbar war.

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Der Entwurf der Ministerin war bei den Kirchen, in der Ärzteschaft sowie in der Union auf Kritik gestoßen. Sie monierten, dass künftig womöglich auch Ärzte als nahestehende Menschen indirekt Sterbehilfe leisten könnten.
Auf ein Verbot der gewerbsmäßigen Sterbehilfe hatte sich die schwarz-gelbe Koalition im Grundsatz bereits im Herbst 2009 geeinigt und dies bei einem Koalitiontreffen im März dieses Jahres konkret vereinbart.

Von

afp

Kommentare (4)

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Baer

29.08.2012, 12:17 Uhr

Sensenmann & Co.KG GmbH sollte es nun wirklich nicht geben.

Account gelöscht!

29.08.2012, 13:26 Uhr

Baer, das ist zu kurz gesprungen.
Sie zwingen damit Angehörige, diesen Wunsch eines Sterbenden selbst zu erfüllen - ohne Möglichkeit, sich an kompetenter Stelle Hilfe und Unterstützung zu holen.
Aber was soll das auch, Tot und Sterben hat in unserem Alltag eh nichts verloren.

Maik

04.09.2012, 08:49 Uhr

Aber was wenn es keine Alternative gibt Baer? Niemand bettelt gern wildfremde Menschen um den Tod an. Aber was soll der Angehörige denn schon machen? In den Strick reinhelfen? Die Brücke runterschubsen? Nein es wär auf jeden Fall besser wenn Ärzte ihre Pflicht erfüllen würden und Patientenwunsch achten.

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