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09.01.2012

09:46 Uhr

Umstrittenes Telefonat

Wulffs Medienanwalt widerspricht weiter der "Bild"

Der Medienanwalt Gernot Lehr hat erneut die Darstellung des „Bild“-Journalisten Nikolaus Blome zurückgewiesen, Bundespräsident Christian Wulff habe die Berichterstattung über seine Kreditaffäre verhindern wollen.

Mit hochgehaltenen Schuhen stehen Demonstranten vorm Schloss Bellevue in Berlin. dpa

Mit hochgehaltenen Schuhen stehen Demonstranten vorm Schloss Bellevue in Berlin.

Berlin Der Anwalt von Bundespräsident Christian Wulff hat der Darstellung der „Bild“-Zeitung widersprochen, das Staatsoberhaupt habe die Berichterstattung über seinen Privatkredit verhindern wollen. Mit seinem Anruf auf der Mailbox von Chefredakteur Kai Diekmann habe Wulff den Artikel lediglich verschieben wollen, sagte Wulffs Anwalt Gernot Lehr am Montag im Deutschlandfunk. „Der Bundespräsident wollte diese Berichterstattung nicht verhindern.“

Es sei ärgerlich, dass der stellvertretende „Bild“-Chefredakteur Nikolaus Blome diese Behauptung erneut aufgestellt habe. Wulff sei in höchster Sorge gewesen, dass die Berichterstattung der „Bild“ die Privatsphäre der Unternehmergattin und Kreditgeberin Edith Geerkens belasten würde. „Und deshalb bat er dringend darum, dass er die Chance bekommt, die Sache noch einmal mit der Redaktion zu besprechen“, sagte Lehr.

Ob der Wortlaut von Wulffs Mailbox-Nachricht veröffentlicht werde, sei Sache der Medien. „Bild“ hatte Wulffs Zustimmung dazu erbeten, die dieser aber nicht erteilte. „Es ist nicht richtig, dass hier eine große Angst besteht vor einer Veröffentlichung, aber es ist Angelegenheit der „Bild“-Zeitung, diesen Tabubruch zu begehen“, sagte Lehr. Bei dem Telefonat habe es sich um ein Vier-Augen-Gespräch gehandelt.

Wulff habe befürchtet, dass seine Mühen um Aufklärung zu wenig berücksichtigt würden und die Privatsphäre seiner Kreditgeberin Edith Geerkens belastet werde. Blome hatte Sonntagabend in der ARD-Sendung „Günther Jauch“ gesagt: „Es war ein Anruf, der ganz klar das Ziel hatte, diese Berichterstattung zu unterbinden.“ Wulff wolle die Mailbox-Nachricht aber weiterhin nicht öffentlich machen.

Kommentare (3)

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Pro-D

09.01.2012, 10:17 Uhr

Es ist beschämend für Deutschland, wie sich das dumem Stimmvieh von der FinanzMafia aufhetzen läßt

Und keiner der gekauften Medien wagt es, das Stimmvieh darüber off. zu informieren, dass bisher alle geschlachtet wurden, die es gewagt haben, sich gegen der Terror der Banken aufzulehnen. Zuletzt war es Herr Köhler, der deshalb aus dem amt geekelt wurde.

Account gelöscht!

09.01.2012, 11:17 Uhr

Wenn sich der Bundespräsident Herr Wulff korrekt verhalten hätte, gäbe es auch nichts zu meckern. Wieso geht Herr Wulff nicht wie alle Bürger gleich zur Bank und holt sich dort einen üblichen Kredit und lässt das Darlehen in das Grundbuch eintragen.
Oder hat er zuerst die 500.000,- € von Frau und Herrn Gerkens geschenkt bekommen um jetzt die Sache nachträglich zu korrigieren? Diese Frage bleibt offen. In der Antwort der Frage können Lüge und Korruption verborgen sein. Diesen Unsinn hätte Herr Wulff niemals nötig, tat er doch. Mit seinem Handeln hat Herr Wulff das Vertrauen als Bundespräsident selber unwiederbringlich zerstört.
Als Bundespräsident hat Herr Wulff versagt. Die Medien haben sein Fehlverhalten offen gelegt, nur gut so

Personal_Deutsch

09.01.2012, 11:58 Uhr

Man kann zum BuPrä stehen wie man will. Eines sieht man an dem ganzen Fall. Das System bewegt sich auf den Absturz zu. Es wird taktiert, gelogen, betrogen und alles nur für die Macht. Es geht nicht um den Bürger. Aber, alles was keinen Sinn macht, wird genullt. Alternativlos.

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