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26.05.2014

23:26 Uhr

Umweg über Straßburg

AfD-Chef Lucke strebt in den Bundestag

Die AfD zieht ins Europaparlament, aber eigentlich will sie noch ganz wo anders hin. Parteichef Lucke will sein Straßburger Abgeordnetenmandat nur drei Jahre ausüben. Dann will er für den Bundestag kandidieren.

Zukunftspläne: Bernd Lucke, der Chef der Alternative für Deutschland (AfD) will für die nächste Bundestagswahl kandidieren. dpa

Zukunftspläne: Bernd Lucke, der Chef der Alternative für Deutschland (AfD) will für die nächste Bundestagswahl kandidieren.

Der Chef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, ist die Nummer eins der AfD-Europawahlliste. Der Kopf der Euro-Kritiker sieht seine politische Zukunft jedoch nicht dauerhaft im Straßburger Parlament. In der ARD-Sendung „Hart, aber fair“ kündigte er am Montagabend an, für die nächste Bundestagswahl zu kandidieren.

Lucke hat noch mehr vor mit seiner Partei. Das nächste Ziel ist die Landtagswahl in Sachsen Ende August. Zweistellig will die AfD dort werden, am Sonntag hat sie in dem Bundesland schon stolze 10,1 Prozent erreicht. In Thüringen und Brandenburg scheint der Einzug in den Landtag wahrscheinlich. Lucke schließt auch eine Regierungsbeteiligung nicht aus, mit wem auch immer.

Das ruft Linksparteichef Bernd Riexinger auf den Plan. Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen fordert er von der Union zu erklären, wie sie zur AfD steht. „Die Union ist sicher gut beraten, ihr Verhältnis zur AfD schnell zu klären. Bisher fehlt ein klarer Kurs“, sagte Riexinger Handelsblatt Online.

Die CDU-Bundesvorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel sage dies, viele andere jenes. „Man bekommt den Eindruck, dass die Abgrenzung nur taktisch war“, sagte Riexinger weiter. Die Wähler im Osten müssten aber schon wissen, woran sie sind. „Regiert die CDU im Zweifel auch am rechten Rand, oder gibt es eine unmissverständliche Absage?“, so Riexinger. Dieser Debatte könne sich die Union nicht mehr entziehen. „Die CDU muss bis zur Sommerpause klare Verhältnisse schaffen.“

Der Vorsitzende der Jungen Gruppe der Unions-Bundestagsfraktion, Steffen Bilger (CDU), sieht keine Veranlassung für seine Partei, Stellung zur AfD zu nehmen. „Ein Bündnis mit der AfD schließt sich doch objektiv für die Union aus“, sagte Bilger Handelsblatt Online. „Alleine die Differenzen in der Europapolitik sind unüberbrückbar.“

Experten sehen die AfD auf einem guten Weg. Dauerhaft etabliert in der deutschen Parteienlandschaft werde sie aber erst nach erfolgreichen Landtagswahlen sein, meint der Parteienforscher Oskar Niedermayer. „Sie ist auf diesem Weg ein gutes Stück vorangekommen“, sagte er. Also nehmen Lucke und seine Leute jetzt eine Art Umweg über Brüssel.

Kommentare (40)

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27.05.2014, 07:53 Uhr

Zeitenwende
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Die Etablierten haben fertig, Flasche leer!
Sie faseln nur noch vom Euro, der EUdSSR, wie gut es uns doch geht, und von den USE (United Staats of Europe).
Das sie damit völlig vorbei am Bürger sprechen, merken sie nicht, oder wollen es gar nicht merken!
Und da ist eine Partei wie die AfD ein Lichtblick! Das hat auch die "Europawahl" gezeigt. Normalerweise gibt es ja dafür wenig Interesse, aber diesmal war es anders!
Und wenn 2017 die AfD in den Bundestag kommt, ist das gut für Deutschland!

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27.05.2014, 08:12 Uhr

Die Sendung Hart aber Fair vor den EUropawahlen abgehalten, mit Claudia Roth,Friedmann und Lucke hätte den Wahlerfolg der ADF vermutlich vergrössert.

Wenn die Deutschen nicht ständig so feige wären sich von den Friedmanns und Roths ständig in die Ecke stellen zu lassen , dann würde es hier bei uns anders aussehen.

Die guten Wirtschaftsdaten lassen wir mal weg, die kommen durch fleissige Arbeitern/Angestellten und Unternehmern. An diesen Erfolg hat weder ROT,Grün,Schwarz,LInks einen Anteil.

Es war auch klar erkennbar dass Friedmann und Roth das Problem der Zuwanderung z.B erkennen. Sie kennen auch die Probleme in Ballungsgebieten, wollen aber keine Lösung sondern nur Polemik verbreiten. Lieber auf Leute einhauen die das ansprechen , als das sie zugeben das die Probleme der Zuwanderung sich zuspitzen.

Wer in einer Großstadt wohnt z.B Hamburg der weis das 5 Bezirke in Hamburg schon fast Autonome Gebiete sind.

Wer allerdings aus einem Kuhdorf kommt wie die Roth , die sollte sich dafür einsetzen,dass dort ein Lager mit 100 Sinti oder Roma eingerichtet wird um mal Hautnah mitzuerleben wie schön Zuwanderung im großen Stil ist.

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27.05.2014, 08:14 Uhr

Hauptsache an den Trog. Schön satt fressen! Der Bewunderer von Dr. Kohl.

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