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14.07.2014

12:59 Uhr

Umweltschutz

Merkel und die letzte Klima-Chance

Beim Klimaschutz ist Deutschland nicht mehr ganz so weltmeisterlich - die Ausstöße stiegen zuletzt sogar. Nun will Kanzlerin Angela Merkel helfen, damit es noch was wird mit dem Weltklimavertrag 2015.

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Weg in die Regierungsmaschine: Der ökologische Fußabdruck einer Kanzlerin ist arbeitsbedingt deutlich größer als der Durchschnitt. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Weg in die Regierungsmaschine: Der ökologische Fußabdruck einer Kanzlerin ist arbeitsbedingt deutlich größer als der Durchschnitt.

BerlinMit dem ökologischen Fußabdruck einer Kanzlerin ist das so eine Sache. Ohne Reisen geht es nicht. Und ein WM-Finale ist wohl quasi ein Pflichttermin. Der Trip Berlin-Rio-Berlin (20.000 Kilometer) macht für Angela Merkel einen CO2-Ausstoß von 17.320 Kilogramm aus. Zum Vergleich: Ein Jahr Autofahren mit einem Mittelklassewagen verursacht laut dem Portal Atmosfair 2000 Kilo CO2, der Pro-Kopf-Ausstoß eines Inders liegt bei 1400 Kilogramm.

Sollte Merkel besser die Klimakanzlerin spielen und auf die schönen Bilder mit „Jogis Weltmeister-Jungs“ verzichten? Letztlich kennt fast jeder ein solches Dilemma aus seinem Alltag. Wie stark würde der Verzicht auf eine Flugreise oder das Autofahren den Komfort einschränken? Was muss der Einzelne geben, damit die Erde sich nicht um über zwei Grad erwärmt und Inselstaaten sowie Küstenregionen der Untergang droht?

Am Tag nach dem Endspiel hat in Berlin der zweitägige Petersberger Klimadialog begonnen. Zum fünften Mal findet das nach dem Debakel der Klimakonferenz von Kopenhagen begründete Forum mit Vertretern aus rund 35 Staaten statt. Ziel ist es, den Weg zu bereiten zum Weltklimavertrag, auch Merkel wurde hier am Montagabend erwartet. „Mit der Natur kann man nicht verhandeln“, mahnt Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zum Auftakt. „Das Zögern muss aufhören.“

Entscheidungen werden hier nicht getroffen, das Forum ist aber Gradmesser, ob der große Wurf bis 2015 zum UN-Klimagipfel in Paris gelingt. Als Zwischenetappe gibt es noch einen Gipfel im Dezember in Lima. Endlich soll der Durchbruch für einen Weltklimavertrag gelingen. Es ist wohl die letzte Chance, dass sich 194 Staaten gemeinsam auf verpflichtende Minderungsziele einigen.

Beim bisher einzigen verbindlichen Abkommen, dem Kyoto-Protokoll, machen nur noch zehn Staaten neben der EU mit. Und Deutschland droht - auch wegen einer hohen Kohlestromproduktion - sein Ziel von minus 40 Prozent bis 2020 zu verfehlen. Derzeit läuft es auf minus 33 Prozent hinaus - trotz milliardenschwerer Ökostrom-Förderung. Merkels Klimakanzlerinnen-Ruf hat daher gelitten.

Kommentare (6)

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14.07.2014, 13:18 Uhr

Das Klima muss nicht geschützt werden!
Das einzig was geschützt werden muss, ist unsere Gesellschaft von dieser Öko-CO2 Verteufelungs-Sekte/Angstmärchen Mafia!
Wer das CO2 in unserer Welt als ein Gift und Klimawandel Gas propagierd, der will die bestehende und kommenden Gesellschaften in eine Zeit des Mangel und der Armut/Kontrolle zurückführen.
Energiewende/EEG = asoziale und perfide. Verblödung und Ausbeute einer ganzen Gesellschaft/Generation!

Account gelöscht!

14.07.2014, 13:25 Uhr

Soso...Merkel will also Obama ins Gebet nehmen bei diesen CO2-Klimawandel Märchen....wie war das nochmal mit dem spionieren und der eikalten Reaktion von den USA an Deutschland....ist es nicht auch die USA, die jetzt mit Fracking mehr und und mehr Gas und Oel fördern...im eigenen Land....Merkel ist nur noch eine Puppenfigur im großen weltweiten Energie-Macht-Spiel.
Und hier geben Oel, Gas und zunehmenden Uran den Ton an. Und dies wird auch so bleiben.
Erneuerbare Energien sind und bleiben eine ausgeburt der EEG-Zwangsabgaben Subventionen einer Ethik-Öko-Energiewende Merkel Ideologie im schwarzen Gewand.

Herr Günther Schemutat

14.07.2014, 13:26 Uhr

Das Angela und Joachim in einer leeren Regierungsmaschine 12000 Tausen KM für 12000,.Tausend Euro die Stunde nach Brasilien flogen, ist auch nicht gerade umweltfreundlich. Zurück hätte sie die Weltmeister mitnehmen können oder auf dem Hinweg ein paar Kinder aus ärmlichen Verhältnissen.

Ansonsten nützt kein Klimasschutz wenn nicht über eine Begrenzung der Bevölkerungsexplosion gesprochen wird.

Die Chinesen sind mit der 1 Kind Politik schon Fortschrittlich vorran gegangen auch wenn es damit zu unschönen Taten gegen Mädchen gekommen ist. Das muss abgestellt werden mit harten Strafen.

Auch Deutschland trägt durch Aussterben zum Klimaschutz bei, wenn nicht gleichzeitig die freien Plätze von anderen Volksgruppen sofort besetzt werden würden.

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