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19.03.2013

11:03 Uhr

Ungleichheit

Frauen verdienen 22 Prozent weniger als Männer

Die Schere schließt sich nicht. Nach wie vor verdienen Frauen weniger als Männer. Selbst bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit sind die Unterschiede groß. In Ostdeutschland ist die Lage besser.

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes demonstrieren für faire Löhne. dpa

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes demonstrieren für faire Löhne.

BerlinDie Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen sind 2012 nicht kleiner geworden. Frauen verdienen demnach 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Die Differenz sei damit genauso groß wie bei der letzten Erhebung 2010, während sie 2006 mit 23 Prozent einen Tick höher lag. Frauen kommen demnach auf einen durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 15,21 Euro, ihre männlichen Kollegen dagegen auf 19,60 Euro.

Auffällig ist, dass die Lücke in den ostdeutschen Bundesländern viel kleiner ist: Hier bekommen Frauen nur acht Prozent weniger. Im Westen ist die Differenz dagegen mit 24 Prozent dreimal so groß.

Die großen Lohnunterschiede führen die Statistiker auf die unterschiedliche Berufs- und Branchenwahl zurück sowie auf die Tatsache, das Frauen seltener Führungspositionen bekleiden. „Darüber hinaus sind Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt“, hieß es. Allerdings könne ein Drittel des Verdienstunterschiedes nicht mit solchen arbeitsplatzrelevanten Merkmalen erklärt werden. „Das heißt, dass Frauen bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit pro Stunde durchschnittlich sieben Prozent weniger als Männer verdienten“, so die Statistiker unter Hinweis auf eine Untersuchung von 2010.

Möglicherweise würde der Unterschied aber geringer ausfallen, wenn weitere lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten. „So lagen beispielsweise zum individuellen Verhalten in Lohnverhandlungen oder zu familienbedingten Erwerbsunterbrechungen keine Angaben vor“, erklärte das Bundesamt.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Johannes.d.T.

19.03.2013, 12:02 Uhr

Kein Mensch braucht sie noch, die starken Frauen. Sie sind zu Karikaturen, ja zu Jungen geworden. Ausserdem sind die Zahlen der Erhebung falsch. Siehe das aktuelle Compact Magazin auf Seite 21: ,,Immer noch geistert die Zahl von 25%, die Frauen angeblich weniger verdienen, durch die Debatten. Dabei ist das längst von Bundesamt für Statistik wierlegt. Der reae Lonbstand liegt bei sechs bis act Prozent, und selbst da ist unklar, ob s Geschlecht dafür verantworlichist." Zitate
Liebe Frauen bitte konzentiert Euch endlich wieder auf Euere Kernkompetenzen, das Zusamenhalten der Familie. Durch Euere Arbeitssucht und die Sucht nach Anerkennung habt Ihr Euch und die Familie an die Wand gefahren.
Kehrt um!!!!

Petra

19.03.2013, 12:20 Uhr

Die Manager, Firmenlenker und Personalchefs sind doch alle blöd! Bezahlen die doch "Männern" 20% mehr als gleich qualifizierten Frauen! In meiner Firma würde ich nur Frauen einstellen, die für 20% weniger arbeiten als die Männer für die gleichen Aufgaben. Demzufolge dürfte es eigentlich keine arbeitslosen Frauen geben?

Benno55

19.03.2013, 15:44 Uhr

Was veranlasst die Journalisten eigentlich, in Überschrift und Artkel den falschen Eindruck der Benachteligung von Frauen zu erwecken, wenn im Artikel dann letztlich doch erklärt wird, warum nach Statistik Frauen scheinbar weniger Geld verdienen?
Würden sie in gleichen Berufen mit gleichen Arbeitszeiten arbeiten, bekämen sie auch das gleiche Geld.
Mehr darüber hier:

http://www.bda-online.de/www/arbeitgeber.nsf/res/48FC8569C45A8DE0C12575D8002BCD60/%24file/Lohnunterschiede.pdf

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