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06.03.2017

11:25 Uhr

Union-Arbeitnehmerflügel

Mit Weiterbildung gegen Schulz

VonFrank Specht

Gerechtigkeit? Kann auch die Union! Sagt sich der Arbeitnehmerflügel der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und formuliert ein Konzept zur „Weiterbildung im digitalen Zeitalter“. Welche Eckpunkte es enthält.

Die Arbeitnehmer in der Unionsfraktion machen sich für einen „klaren, individuellen Rechtsanspruch auf berufliche Fort- und Weiterbildung“ stark. dpa - picture-alliance

Fortbildungs-Situation

Die Arbeitnehmer in der Unionsfraktion machen sich für einen „klaren, individuellen Rechtsanspruch auf berufliche Fort- und Weiterbildung“ stark.

BerlinDer Arbeitnehmerflügel der CDU/CSU-Bundestagsfraktion will den Gerechtigkeitswahlkampf nicht allein dem SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz überlassen, sondern eigene Akzente setzen. Bei ihrer Klausurtagung am 5. und 6. März beraten die Parlamentarier ein Konzeptpapier „Weiterbildung im digitalen Zeitalter“, dessen Entwurf dem Handelsblatt vorliegt.

Die Arbeitnehmergruppe macht sich für einen „klaren, individuellen Rechtsanspruch auf berufliche Fort- und Weiterbildung“ stark. Teilzeit- und ältere Beschäftigte und Geringqualifizierte blieben ebenso wie Arbeitnehmer in Kleinbetrieben zu häufig von Weiterbildung ausgeschlossen, heißt es in dem Papier.

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Die Arbeitnehmergruppe schlägt deshalb eine Stärkung der Initiativrechte des Betriebsrats bei Weiterbildungen vor. Ein Rechtsanspruch auf eine geförderte Bildungsteilzeit soll ebenso geprüft werden wie ein steuerfinanzierter Grundzuschuss für Beschäftigte, die für Weiterbildung ihre Arbeitszeit reduzieren – analog zum Elterngeld. Auch eine Übertragung der „Bildungskarenz“ nach österreichischem Vorbild soll geprüft werden. Dabei geht es um eine unbezahlte Freistellung von der Arbeit für Weiterbildung, die vom Staat finanziell unterstützt wird.

Die Arbeitnehmergruppe macht sich zudem für eine Stärkung der Berufsschulen, eine bessere Durchlässigkeit der verschiedenen Bildungswege oder die Etablierung einer Beratungsagentur für Beschäftigte und Unternehmen in Fragen der Fort- und Weiterbildung stark. Ausgaben für Bildung, Aus- und Weiterbildung sowie für „lebenslanges Lernen“ müssten als Investition betrachtet werden, „die sich auf individueller, unternehmerischer und gesellschaftlicher Ebene lohnt und Vorteile bringt“, schreibt die Arbeitnehmergruppe.

Kommentare (2)

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Herr Clemens Keil

06.03.2017, 11:45 Uhr

Na, da bin ich aber mal gespannt, ob die Arbeitgeber-Verbände hier auch ihre Kampfposition einnehmen!
Von einer "fatalen Rolle rückwärts", wie die Arbeitgeber den neuen Schulz-Vorschlag denunzieren, kann keine Rede sein. Fakt ist, dass der Anteil der 50-65-jährigen an allen Arbeitslosen von 24,9% in 2005 - also kurz nach Einführung der Agenda 2010 - auf 33,1% in 2016 angestiegen ist, was einer Steigerung von fast 50% entspricht. Das verschweigen die Schulz-Kritiker wohlweislich. Insofern hat Martin Schulz mit seinem Reform-Vorschlag mal wieder einen Punkt gemacht und die sogenannten Kritiker sich selbst entlarvt.
Übrigens wäre es bisweilen wünschenswert, wenn das eine oder andere Unternehmen noch eine Rolle rückwärts beherrschen würde.

Wer kommentiert? Der Rentenrevoluzzer!
https://youtu.be/BgVWI_7cYKo
Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören!

Novi Prinz

06.03.2017, 11:53 Uhr

Herr Schulz ist die große Herausforderung für Frau Merkel . Er ist der beliebteste SPD-Mann seit Willi Brandt . Aber Frau Merkel hat ein Ass im Ärmel , dass ihr 9,2 bis 11,6% auf einen Schlag zusätzlich bringen wird. Sozusagen ein Oderhochwasser zum Wunschtermin ! Wer zuletzt lacht,.....

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