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12.01.2007

16:45 Uhr

Universitäten

Finale um den Titel „Elite-Uni“

VonBarbara Gillmann

Halbfinale in der Exzellenzinitiative: Acht Universitäten gehen in die Endrunde um den Titel und die Zusatzförderung als Elite-Uni. Sie müssen nun ein detailiertes Strategie-Konzept vorlegen. Doch anders als in der ersten Runde sind die Finalisten nicht mehr überwiegend aus dem Süden.

Auch die Berliner Humboldt-Universität will "Elite-Uni" werden. Foto: dpa dpa

Auch die Berliner Humboldt-Universität will "Elite-Uni" werden. Foto: dpa

BERLIN. Die ausgewählten Universitäten liegen auch in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Berlin. Unter den Finalisten sind die RWTH Aachen, die beiden Berliner Hochschulen Freie Universität und Humboldt-Universität, und die Uni Bochum zu finden, sowie die Unis Freiburg, Göttingen, Heidelberg und Konstanz. Das entschied heute die Gemeinsame Kommission für die Exzellenzinitiative von Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und Wissenschaftsrat.

Insgesamt hatten sich in der 2. Runde 27 Hochschulen für die Förderung als Elite-Uni beworben. Die ausgewählten acht dürfen nun ein detailliertes Konzept vorlegen, mit welcher Strategie sie sich in den nächsten Jahren profilieren wollen - die Endrunde findet im Oktober statt. 2006 hatten sich in der ersten Runde bereits die beiden Münchner Hochschulen - Ludwig-Maximilians-Universität und die Technische Universität - sowie die Technische Hochschule Karlsruhe als Elitehochschule qualifiziert.

Das nach langem Streit von Bund und Ländern vereinbarte Förderprogramm Exzellenzinitiative soll die Forschung der besten unter den rund 80 deutschen Unis so voran bringen, dass sie auch international punkten können. Bislang schafft es von den deutschen Hochschulen keine unter die 50 weltweit besten. Das liegt vor allem daran, dass den international renommierten Unis vielfach wesentlich mehr Geld zur Verfügung steht.

Insgesamt stellt die Exzellenzinitiative zusätzlich 1,9 Mrd. Euro über insgesamt fünf Jahre zur Verfügung - der Bund trägt rund drei Viertel der Kosten. Die Elite-Unis, von denen bis zu zehn gekürt werden können - erhalten pro Jahr bis zu 30 Millionen zusätzlich. Das kommt etwa bei der TU München, die einen Etat von 340 Mill. Euro hat, einer Aufstockung von knapp zehn Prozent gleich.

Das meiste Geld - 21 Mill. jährlich - erhalten die Elite-Unis für ein überzeugendes Zukunftskonzept. Daneben locken 6,5 Mill. jährlich für so genannte Exzellenzcluster, also große Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit anderen Instituten wie Max-Planck oder Fraunhofer sowie möglichst auch Unternehmen. Eine weitere Million gibt es für herausragende Graduiertenschulen, die vor allem eine systematische Doktoranden-Ausbildung betreiben. Die Elite-Unis müssen in allen drei Förderrichtlinien erfolgreich sein. Darüber hinaus werden an zahlreichen Hochschulen einzelne Cluster und Graduiertenschulen prämiert.

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