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26.09.2013

19:56 Uhr

Unstimmigkeiten

Bundestagswahlkreis in Essen soll neu ausgezählt werden

Nicht mehr als drei Wählerstimmen trennen einen CDU-Bewerber von seiner SPD-Rivalin im Essener Wahlkreis 120. Das Nachzählen ergab, dass die SPD das Direktmandat gewonnen hat. Der Bundeswahlleiter ist eingeschaltet.

Stimmzettel in einem Wahllokal: Der Essener Wahlkreis 120 soll neu ausgezählt werden. dpa

Stimmzettel in einem Wahllokal: Der Essener Wahlkreis 120 soll neu ausgezählt werden.

EssenIm Bundestagswahlkreis mit dem knappsten Ergebnis – dem Essener Wahlkreis 120 –sollen die Stimmen neu ausgezählt werden. Das Direktmandat hatte die CDU mit nur drei Stimmen Vorsprung vor der SPD gewonnen. Bei der Überprüfung der Wahlniederschriften hatte das Wahlamt in einigen Fällen Unstimmigkeiten festgestellt, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. In diesen Wahlbezirken seien die Stimmen nachgezählt worden. Dadurch habe sich ein Vorsprung von 31 Stimmen für die SPD-Kandidatin Petra Hinz vor dem CDU-Bewerber Matthias Hauer ergeben.

Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD) werde als Kreiswahlleiter dem Wahlausschuss deshalb die Nachzählung des kompletten Wahlkreises vorschlagen. Der Wahlausschuss tagt am Freitag. Unklar war zunächst, ob sich eine Änderung des Ergebnisses auf die Sitzverteilung im Bundestag auswirken würde.

Die Auszählung am Sonntagabend hatte für Hauer 59.043 Stimmen ergeben, auf Hinz waren nach Angaben der Landeswahlleiterin 59.040 Stimmen entfallen. Beide Kandidaten kamen damit auf 39,5 Prozent der Stimmen. Unabhängig vom endgültigen Ergebnis gehören Hauer und Hinz dem neuen Bundestag an. Beide sind auf den Landeslisten von CDU und SPD so gut abgesichert, das sie auch ohne Direktmandat den Sprung nach Berlin geschafft haben.

Fehler bei der Auszählung sind nicht die einzige Panne in dem Essener Wahlkreis. Ein Wahllokal hatte am Sonntag mit halbstündiger Verspätung geöffnet, weil eine Wahlhelferin nicht rechtzeitig ins Stimmlokal gekommen war. Einige Wähler seien verärgert wieder abgezogen, hatte die „WAZ“ berichtet. Der Bundeswahlleiter prüft den Vorfall.

Von

dpa

Kommentare (13)

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manthra

26.09.2013, 20:15 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

26.09.2013, 20:52 Uhr

Zitat : Bundestagswahlkreis in Essen soll neu ausgezählt werden

- vor allem die Briefwahl sollte genauestens unter die Lupe genommen werden !

Das waren auch fast 30 % !!! Da ist geschummelt worden, dass die Wände wackeln !

Account gelöscht!

26.09.2013, 21:09 Uhr

Ja, das mit der Briefwahl erscheint mir auch eine massive Schwachstelle zu sein und man sollte die Briefwahl wieder auf das beschränken, wofür sie ursprünglich eingeführt wurde: um denjenigen die Wahl zu ermöglichen, die ansonsten verhindert wären, nicht als Standardmethode zur Auswahl.

Es liegt schon der Verdacht nahe, daß die Briefwahl vielleicht sogar gezielt hierfür freigegeben wurde, weil man damit dann Wahlen besser manipulieren kann.

Auch sonst scheint sehr viel bei dieser Wahl schiefgelaufen zu sein (verschiedene Blogs und soziale Medien laufen heiß mit Manipulationsvorwürfen), so daß man sich langsam schon die Frage stellen muß, ob man nicht in einer Bananenrepublik lebt. Oder in den USA, von woher man ja schon lange solche Probleme mit der Grundschulmathematik bei Wahlen kennt.

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