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02.12.2014

19:40 Uhr

Unternehmensgründung

CDU will Startups besser fördern

ExklusivDie CDU will den Gründergeist fördern und bessere Bedingungen für Startups schaffen. Damit soll „die Grundlage des Wohlstands von morgen“ gesichert werden, heißt es in einem entsprechenden Eckpunktepapier.

Um die Gründungskultur zu entwickeln, will die Union „unternehmerisches Denken als Lehrinhalt in der Bildung verankern“. AFP

Um die Gründungskultur zu entwickeln, will die Union „unternehmerisches Denken als Lehrinhalt in der Bildung verankern“.

BerlinDie CDU will auf ihrem Bundesparteitag einen Leitantrag zur Wirtschaftspolitik verabschieden, der auch Maßnahmen für einen neuen Gründergeist und bessere Bedingungen für Startup-Unternehmen vorsieht. Wesentliche Vorarbeiten hat nun die Bundestagsfraktion geleistet und am Montag ein Eckpunktepapier gebilligt. Startups seien „die Grundlage des Wohlstands von morgen“, heißt es in dem Papier, dass dem Handelsblatt (Mittwochausgabe) vorliegt.

Ziel ist es, Gründern sowohl über weniger Bürokratie als auch über mehr Zugängen zu Kapital ein besseres Klima zu bieten. Sie sollen künftig über eine zentrale Anlaufstelle alle Genehmigungen für eine Gründung erhalten und so Zeit sparen. Auch im Falle der Insolvenz soll es Erleichterungen geben, um die „Kultur der nächsten Chance“ zu eröffnen.

Warum Start-ups scheitern

Am Kunden vorbei geplant

Es klingt banal, aber: Manche Unternehmensgründer überprüfen nicht, ob ihre Idee tatsächlich so gut bei den Kunden ankommt, wie sie erwarten.

Den Markt nicht im Blick

Viele Ideen klingen toll – bis man feststellt, dass jemand anders auch schon darauf gekommen ist. Gründer sollten daher eine Marktanalyse vornehmen.

Kosten nicht im Griff

Viele Start-ups sind zu optimistisch. Die Kosten geraten schnell höher als erhofft, gerade wenn es kein Controlling gibt.

Zu viel Optimismus

Etliche Gründer gehen mit großen Ambitionen an ihr Projekt – um festzustellen, dass die Hoffnungen unrealistisch waren und die Einnahmen nicht so fließen wie erwartet.

Keine Ahnung von BWL

So mancher Gründer kennt sich mit Technologie aus, aber nicht mit den Abläufen im Betrieb. Ohne BWL-Kenntnisse, etwa in Sachen Buchführung, scheitern viele Firmen jedoch.

Faktor Familie

Eine Unternehmensgründung bedeutet eine hohe Belastung. Wenn die Familie diese nicht mitträgt, ist das für die Firma ebenso riskant wie für die Harmonie im Privaten.

Um die Gründungskultur zu entwickeln, will die Union „unternehmerisches Denken als Lehrinhalt in der Bildung verankern“, heißt es weiter. Dazu soll es Gespräche mit den für die Bildung zuständigen Bundesländern geben. Auch soll der Staat mehr bei Startups einkaufen. Dazu ist eine Beschaffungsplattform im Internet geplant, auf der Startups ihre Produkte präsentieren können.

Risikokapitalgeber will die CDU auch künftig bei Streubesitzanteilen von der Steuerpflicht bei Veräußerungsgewinnen befreien. „Ein Anfangsinvestor rutscht schnell unter die Zehn-Prozent-Marke, wenn neue Finanzierungsrunde anstehen“, sagte der Berichterstatter der Unionsfraktion, Thomas Jarzombek zur Begründung. Institutionelle Anleger wie Versicherungen sollen über „garantiebasierte Förderinstrumente“ die Möglichkeit erhalten, in Startups zu investieren.

Sprung in die USA

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dhs

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