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26.02.2015

15:58 Uhr

Untersuchungsausschuss

BND erfasst eine Million Metadaten pro Tag

Vor dem BND-Untersuchungsausschuss des Bundestages hat der Leiter einer Außenstelle ausgesagt. Dem Mitarbeiter zufolge werden vom Geheimdienst etwa eine Million Metadaten-Sätze pro Tag abgegriffen.

Aus der BND-Außenstelle im niedersächsischen Schöningen sind einem Mitarbeiter zufolge keine Daten direkt an die NSA weitergegeben worden. dpa

Keine Daten an die NSA

Aus der BND-Außenstelle im niedersächsischen Schöningen sind einem Mitarbeiter zufolge keine Daten direkt an die NSA weitergegeben worden.

BerlinDer Bundesnachrichtendienst erfasst pro Tag etwa eine Million Metadaten-Sätze in seiner Außenstelle im niedersächsischen Schöningen. Das sagte der Leiter der Dienststelle am Donnerstag vor dem Geheimdienst-Untersuchungsausschuss des Bundestages. „Nach meinem Empfinden und meiner Erfahrung im Bundesnachrichtendienst ist das ein gigantisch kleiner und sehr stark vorselektierter Teil“, sagte der 55-Jährige. Die Daten stammten vor allem aus der Überwachung von Satellitenkommunikation, also von Telefonaten oder SMS.

Ein Datensatz umfasse mehrere Informationen, darunter Telefonnummern oder die Gerätekennzahl der Telefone. Die meisten Fälle beträfen Gespräche im Ausland. Der Mann, der nur als „E.B.“ vorgestellt wurde, leitet die fragliche Dienststelle seit 2004. Die Software „XKeyscore“ des US-Geheimdienstes NSA habe man in Schöningen getestet, sie werde derzeit aber „so gut wie gar nicht“ eingesetzt. Der BND nutze lieber seine eigene Software.

Diese US-Geheimdienste sind in Deutschland aktiv

CIA

Die Central Intelligence Agency ist der Auslandsgeheimdienst. Er versorgt die US-Regierung mit Informationen, die sie für ihre Entscheidungen etwa im Kampf gegen den internationalen Terrorismus benötigt. Das Budget lag 2013 nach Recherchen der „Washington Post“ bei etwa 14,7 Milliarden US-Dollar (etwa 11 Mrd Euro).

NSA

Hauptaufgabe des militärischen Geheimdienstes National Security Agency ist die Erfassung und Auswertung elektronischer Daten weltweit und die Arbeit mit Verschlüsselungstechnik (Kryptologie). Das Budget soll sich auf etwa 10,8 Milliarden Dollar belaufen.

NRO

Das National Reconnaissance Office (Nationales Aufklärungsamt) ist das Auge und Ohr der USA im Weltraum. Es betreibt das Satellitenaufklärungsprogramm. Das Budget soll etwa 10,3 Milliarden Dollar betragen.

FBI

Die Bundesermittlungsbehörde Federal Bureau of Investigation hat neben der Verbrechensbekämpfung auch die Aufgaben eines Inlandsgeheimdienstes. Sie hat unter anderem terroristische Organisationen und ausländische Geheimdienste im Visier. Das Budget soll etwa 8,2 Milliarden Dollar betragen.

NGA

Die National Geospatial Intelligence Agency (Nationale Agentur für geografische Aufklärung) sammelt und erstellt Informationen über die Erde, die unter anderem für die nationale Sicherheit, militärische Operationen und humanitäre Hilfsanstrengungen genutzt werden. Das Budget soll bei etwa 4,9 Milliarden Dollar liegen.

DIA

Die Defense Intelligence Agency (DIA) koordiniert die Geheimdienste des US-Militärs. Sie hat nach eigenen Angaben weltweit mehr als 16 500 Mitarbeiter. Das Budget soll etwa 4,4 Milliarden Dollar betragen.

Der BND-Mann zeigte sich überzeugt, dass aus seiner Dienststelle keine Daten direkt an die NSA weitergegeben wurden. „Zu keinem Zeitpunkt gingen keinerlei Daten an einen der Five-Eyes-Staaten. Nie.“ Die „Five Eyes“ sind die Geheimdienste von Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland und den USA, die besonders eng zusammenarbeiten. Die erfassten Daten würden an die BND-Zentrale in Pullach geleitet und auch mit der Bundeswehr geteilt.

Von

dpa

Kommentare (13)

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Herr Günther Schemutat

26.02.2015, 16:28 Uhr

Gegen den BND waren die Stasi und der DDR Geheimdienst ja wie Kindergarten Agenten und haben trotzdem effektiver gearbeitet. Es gehörte mehr dazu in Bonn
Politiker zu finden , die mithelfen Willi Brand mit einem DDR Spion zu versorgen ,
der ihn überall begleitete als heute jemand über das Netz auszuspionieren.

Trotzdem muss auch die DDR 2 die Bürger rund um die Uhr überwachen , nur werden eben keine IMs, mehr gebraucht. Die vielen Ostpolitiker im Bundestag,MItarbeiter in Behörden ca 17000 Tausend Stasimitarbeiter nach der Wende die übergingen und und und, brauchen Sicherheit.

Vor allen Leute wie Göring Eckhard,Gauck,Merkel,De Maizere ,Gabriel, etc überall sieht man den Sieg des Westens!

Frau Margrit Steer

26.02.2015, 16:39 Uhr

Die DDR war ein Waisenkind, wie sih ja heue mehr und mehr zeigt

Herr Adre Klarmann

26.02.2015, 16:42 Uhr

Diese Regierung macht Deutsche wie die gesamte christlich europäische Bevölkerung immer mehr zur Minderheit, verherrlicht diese Verdrängung als "Vielfalt" und "Bereicherung", und gleichzeitig bauen sie in Reaktion auf das eigens angerichtete multikulturelle Chaos den Überwachungsstaat immer mehr aus.

Der Hass auf alles Deutsche, Europäische und Westliche unserer Eliten in diesem Staat nimmt immer größere Ausmaße an, das gleiche gilt für ihren Überwachungsstaats

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