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31.01.2006

16:06 Uhr

Untreue-Vorwurf

Präsident von Bundesbehörde angeklagt

Man könnte es als Günstlingswirtschaft bezeichnen, was die Staatsanwaltschaft dem Präsidenten des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung vorwirft: Ein Autor bekam 60 000 Mark, damit er eine Chronik der Behörde schreibt - später wurde er der persönliche Referent des Präsidenten. Der wurde nun angeklagt.

HB BERLIN. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Dienstag mitteilte, hat sie Präsident Florian Mausbach wegen Beihilfe zur Untreue angeklagt. Er habe Ende 1998 umgerechnet 30 660 Euro an den Autor überwiesen, damit dieser eine Chronik des Bundesamts schreibt. Später sei der Referent bei der Behörde angestellt worden und seit Oktober 1999 Mausbachs Referent.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft gab es einen Vertrag über die Erstellung der BBR-Chronik. Demnach sollten 35 Prozent des Honorars fließen, sobald ein abstimmungsreifer Entwurf vorläge; die letzten 50 Prozent sollten erst nach Abnahme eines druckreifen Werks überwiesen werden. Laut Staatsanwaltschaft zahlte Mausbach jedoch zwischen August 1998 und Januar 1999 drei Raten von je 20 000 Mark, ohne dass Entwurf oder druckreifes Werk vorgelegen hätten.

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