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02.02.2009

13:10 Uhr

USA

Steinmeier trifft Clinton in Washington

Bundesaußenminister Steinmeier fliegt heute zu einem ersten Treffen mit der amerikanischen Außenministerin Hillary Cliton nach Washington. Das Treffen steht im Zeichen eines Neubeginns in den Beziehungen, die während der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Bush nicht immer zum besten standen. Clinton und Steinmeier haben viel zu besprechen.

Auf nach Wshington: Bundesaußenminister Steinmeier. Foto: ap ap

Auf nach Wshington: Bundesaußenminister Steinmeier. Foto: ap

HB BERLIN/WASHINGTON. Steinmeiers Sprecher Jens Plötner gab in Berlin bekannt, für den eintägigen Antrittsbesuch seien am Dienstag ein Arbeitsessen und ein ausführliches Delegationsgespräch vorgesehen. Eine breite Palette von Themen, die sich aus der aktuellen Lage ergäben und die eine schnelle Abstimmung zwischen Deutschland beziehungsweise Europa und den USA sinnvoll erscheinen ließen, liege auf der Hand. Dazu gehörten die brisanten Lage in Nahost und Afghanistan sowie die Weltwirtschaftskrise, der Klimawandel, die Energieversorgung, die Reform der Gruppe der führenden Industriestaaten und Russlands (G-8) sowie der bevorstehende Nato-Gipfel.

Ob es bei der kurzfristig angesetzten Reise zu weiteren Treffen, etwa mit Präsident Barack Obama oder dessen Sicherheitsberater James Jones, kommt, stand den Angaben zufolge noch nicht fest. Bei einem Telefonat vor zwei Wochen hätten die beiden Außenminister ein baldiges Treffen vereinbart, sagte Plötner. Das Auswärtige Amt begrüße es, dass es "so schnell, so zügig zu einer ersten Begegnung in Washington kommen" werde.

Vor mehr als einer Woche war bekanntgeworden, dass Obama im Rahmen des Kurswechsels in den deutsch-amerikanischen Beziehungen seinen Stellvertreter Joe Biden mit einer ungewöhnlich hochrangigen Delegation zur Münchner Sicherheitskonferenz entsendet. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy werden von Biden am kommenden Samstag auch massive Forderungen hören, international größere Lasten zu schultern - von Nahost bis Afghanistan. Von US-Seite verlautete, Biden überbringe den europäischen Verbündeten "die Botschaft, dass wir von ihnen erwarten, die Lasten mitzutragen. Nicht nur als Nato in Afghanistan, sondern auch bei allen anderen Problemen - Iran, Russland, Irak, Nahost, Wirtschaft und so weiter."

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