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09.02.2005

17:42 Uhr

USA und Japaner geben deutlich mehr für Forschung aus

Innovationsziele der Bundesregierung gefährdet

Die Unternehmen in Deutschland haben ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) auch 2004 nicht gesteigert. Nachdem die Zahlen 2003 sogar leicht zurückgegangen waren, sei auch für 2004 eine Steigerung "nicht in Sicht", erfuhr das Handelsblatt beim Stifterverband der Deutschen Wirtschaft für die Wissenschaft, die diese Daten erhebt.

HB BERLIN. Damit wird es immer unwahrscheinlicher, dass die Bundesregierung ihr Innovationsziel erreicht: Gemäß der Lissabon-Strategie der EU wollte auch Deutschland bis spätestens 2010 die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung von zuletzt 2,5 Prozent auf drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigern, was in Finnland und Schweden längst realisiert ist. Die USA und Japan geben bereits deutlich mehr für F&E aus als Deutschland.

Die Wirtschaft stellt inzwischen gut zwei Drittel der F&E-Ausgaben. Auch der Staat kann seinen Beitrag voraussichtlich nicht erbringen, da sowohl Bund als auch Länder dafür die Mittel aus der Eigenheimzulage bräuchte, die mittelfristig bis zu sechs Mrd. Euro jährlich betragen würden. Die Abschaffung der Zulage blockiert die Union.

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