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19.08.2011

07:38 Uhr

Verbale Attacke

Lafontaine nennt Merkel „gefährlichste Frau Europas“

Der frühere Linken-Chef Oskar Lafontaine attackiert die Kanzlerin: „Sie versteht das Euro-System nicht, und sie versteht die Finanzmärkte nicht.“ Ihre Politik bezeichnet er als "falsch" und sie als "gefährlich".

Oskar Lafontaine, Spitzname: "Napoleon von der Saar". Quelle: dpa

Oskar Lafontaine, Spitzname: "Napoleon von der Saar".

SaarbrückenDer frühere Linken-Chef Oskar Lafontaine sieht wenig Chancen, dass die Vorschläge von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy die Euro-Krise eindämmen können. Lafontaine, der unter Rot-Grün einst Bundesfinanzminister war, empfinde „Sorge und eine gewisse Resignation“, dass die Politik noch immer nicht in der Lage sei, das Treiben der Banken zu beenden, sagte er der „Saarbrücker Zeitung“ (Freitag).

Solange „die Banken Zockerbuden sind und die Regierungen daran hindern, die richtigen Entscheidungen zu treffen“, werde auch die Einführung einer Finanztransaktionssteuer scheitern, erklärte Lafontaine. Zugleich attackierte er die Kanzlerin scharf: „Sie versteht das Euro-System nicht, und sie versteht die Finanzmärkte nicht.“ Wenn Deutschland als wichtigste Volkswirtschaft Europas Lohndumping betreibe, könne das System nicht funktionieren. Wegen ihrer „falschen Politik“ könne man Merkel daher als „gefährlichste Frau Europas“ bezeichnen. In der anhaltenden Schuldenkrise macht sich Lafontaine für eine „kräftige Vermögensabgabe“ stark.

Von

dpa

Kommentare (24)

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Koboldo

19.08.2011, 08:23 Uhr

Verglichen mit dem, was die Linken, Grüne und SPD gerade zur Euro-Krise von sich geben, ist Merkel geradezu ein Fels in der Brandung! Allerdings gebe ich Lafontaine insofern recht, die Aussetzung der Vermögensteuer war ein schwerer Fehler, quasi der Beginn des Raubtierkapitalismus. Diese Steuer wurde zurecht von den Gründungsvätern unserer Republik erhoben und hätte viel mehr Kapital im Inland gebunden. Klar ist auch, dass die Banken um ihre exorbitanten Gewinne aus dem Investmentbanking fürchten, sollte die Transaktionssteuer kommen. Für eine Beruhigung der Märkte und zur Sanierung der Haushalte wäre sie aber dringend notwendig!

Account gelöscht!

19.08.2011, 08:27 Uhr

Es ist immer dasselbe mit diesem Saar-Napoleon, niemand will seine Meinung hören, aber er schafft es immer wieder in den Medien zu erscheinen, warum nur???
Ich denke Herr Lafontaine sollte in seinem Ruhestand verbleiben, und über seine vielen Politischen Fehler nachdenken.
In einem Punkt gebe ich Herrn Lafontaine recht, die Kanzlerin ist ihren Aufgaben nicht gewachsen, sie hat von nichts eine Ahnung, aber davon genug.
Danke

Account gelöscht!

19.08.2011, 08:50 Uhr

Die finanzpolitische Kompetenz konnte Lafontaine ja Ende der 90er als Finanzminister unter Beweis stellen...

Ich schrei mich weg......!!!!!

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