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17.02.2004

12:34 Uhr

Verband spricht von dreister Täuschung

Einzelhandel: "Trittin will das Saftpfand"

Jürgen Trittin (Bündnisgrüne) hat den Schwarzen Peter am Montag noch dem Bundesrat zugespielt: Wenn Pfand auf Saftpackungen und Weinflaschen erhoben werden müsste, trage er keine Schuld, erklärte er. Der Einzelhandel sieht in diesem Vorwurf eine "dreiste Täuschung der Öffentlichkeit" durch den Umweltministers.

HB BERLIN. Es sei nicht wahr, wenn Trittin beteuere, er wolle keine Ausdehnung des Pfands, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Holger Wenzel, am Dienstag in Belrin. „Trittin will das Saftpfand.“ Wenn Trittin vermeiden wolle, dass auch für Saftkartons und -flaschen Pfand bezahlt werden muss, sollte er die gesamte Pfand-Regelung stoppen.

Das Bundesumweltministerium hatte am Montag bestätigt, dass zum Jahresende auch eine Pfandpflicht für Wein und Saft drohe, wenn die geltende Verpackungsverordnung nicht geändert werde. Die Novelle zur Verordnung, die die Pfandpflicht von der Art der Verpackung statt vom Inhalt abhängig macht, wird derzeit im Bundesrat blockiert. „Die Dosenmaut ist das Synonym für die Unfähigkeit der deutschen Politik, einfache Probleme mit angemessenen Lösungen zu bewältigen“, sagte Wenzel unter Anspielung auf das Scheitern der Lkw-Maut.

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