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25.04.2012

17:26 Uhr

Verbindungen zu Pro NRW

Polizei verhaftet drei junge Neonazis

Hinter dem harmlosen Namen „Freundeskreis Rade“ verbirgt sich nach Erkenntnissen von Ermittlern eine Neonazi-Gruppe aus dem Bergischen Land. Sehr jung, sehr gewaltbereit. Die Polizei verhaftete nun drei Beschuldigte.

Ein sichergestellter Helm mit Hakenkreuz, ein Schlagring, eine Pistole, die Nachbildung eines Gewehrs und Patronen. dpa

Ein sichergestellter Helm mit Hakenkreuz, ein Schlagring, eine Pistole, die Nachbildung eines Gewehrs und Patronen.

KölnMit einer großangelegten Razzia ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen eine Gruppe junger Neonazis vorgegangen. Drei Beschuldigte wurden am Mittwoch verhaftet, 15 andere verhört. In Radevormwald im Bergischen Land, Wuppertal, Düsseldorf und Essen durchsuchte die Polizei insgesamt 20 Wohnungen und Geschäfte. Mehr als 100 Beamte waren beteiligt.

Die Gruppe trägt den Namen „Freundeskreis Rade“ und besteht nach Schätzungen der Polizei aus 20 bis 25 jungen Männern. Sie werden den sogenannten Autonomen Nationalisten zugerechnet. Die Polizei durchsuchte auch das Fraktionsbüro der Splitterpartei Pro NRW in Radevormwald. Bei zwei der Verhafteten wurden Mitgliedsausweise von Pro NRW gefunden, einer der anderen Beschuldigten sitzt für Pro NRW im Stadtrat von Radevormwald. Pro NRW wird wegen Extremismusverdachts vom Verfassungsschutz beobachtet. Man habe Erkenntnisse, dass es auch finanzielle Verbindungen zwischen Pro NRW und dem „Freundeskreis Rade“ gebe, sagte der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers.

Vor allem einer der drei Verhafteten im Alter von 18 beziehungsweise 20 Jahren gilt den Angaben zufolge als gefährlich. Da damit gerechnet wurde, dass er sich wehren würde, rückte ein Spezialkommando an. Nach der frühmorgendlichen Razzia präsentierte die Polizei in Köln beschlagnahmte Pistolen, Messer und andere Waffen. „Wir sehen, dass diese Gruppe sehr gewalttätig ist“, sagte Albers. Der Leiter des Staatsschutzes der Kölner Polizei, Wolfgang Joest, sagte: „Dass es auch Schusswaffen sind, davon waren wir schon überrascht.“ Die Gewaltbereitschaft sei offenbar schon fortgeschritten. Den beiden verhafteten Pro-NRW-Mitgliedern wird unter anderem Körperverletzung zur Last gelegt. Außerdem wird ihnen die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Thomas-Melber-Stuttgart

25.04.2012, 17:57 Uhr

In anderen Meldungen zum Thema liest sich das deutlich weniger dramatisch. 'mal abwarten, was von den Vorwürfen übrig bleibt. Und die Aktion hat natürlich überhaupt nichts mit den bevorstehenden Landtagswahlen zu tun.

Account gelöscht!

25.04.2012, 18:02 Uhr

Soll hier vor der Wahl ProNRW platt gemacht werden?

Account gelöscht!

25.04.2012, 19:24 Uhr

Das schafft pro NRW ganz alleine, wie man sieht.

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