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29.04.2012

15:32 Uhr

Verbraucherzentrale

15 Prozent der Deutschen droht Energiearmut

Die Strompreise steigen - und gerade Bürger mit niedrigem Einkommen leiden darunter. Ihnen droht Energiearmut. Der Sozialverband VdK kritisiert, die Regierung habe „die soziale Dimension der Energiewende nicht im Blick“.

Die Strompreise steigen, und gerade niedrige Einkommen leiden darunter. dapd

Die Strompreise steigen, und gerade niedrige Einkommen leiden darunter.

BerlinSteigende Energiekosten bringen immer mehr Verbraucher in die Klemme. „Früher war Energiearmut ein Randphänomen, doch mittlerweile ist es für viele ein Alltagsproblem geworden“, sagte der Vorstand der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Klaus Müller, der „Welt am Sonntag“. Nach seinen Worten kämpfen inzwischen 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung damit, die Energiekosten zu finanzieren. Einer Umfrage der Verbraucherschützer bei Versorgern zufolge wird deswegen bei rund 600.000 Haushalten jährlich der Strom wegen offener Rechnungen der Strom abgedreht.

Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Ulrike Mascher, kritisierte, die Bundesregierung habe „die soziale Dimension der Energiewende nicht im Blick“. Bei niedrigen Einkommen schlügen die steigenden Stromkosten „voll durch“.

Der Aufwärtstrend bei den Strompreisen setzt sich im ersten Halbjahr 2012 unvermindert fort. Nach jüngsten Angaben des Verbraucherportals Toptarif haben seit Januar rund 420 Grundversorger ihre Preise um durchschnittlich 3,5 Prozent angehoben. Je nach Haushaltsgröße bedeutet das eine jährliche Mehrbelastung von 20 bis 60 Euro, in manchen Regionen sogar von mehr als 150 Euro. Im Mai und Juni wird der Strom bei 30 Unternehmen um 4,9 Prozent teurer.

Doch schon in den Jahren zuvor kannte der Strompreis nur eine Richtung: nach oben.

Kommentare (15)

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Account gelöscht!

29.04.2012, 15:50 Uhr

Erzähl mal einem Spanier, einem Holländer, Schweizer, Dänen, Belgier, Franzosen oder gar Amerikaner oder Kanadier, was wir in Deutschland für Strom bezahlen. die schauen erst dumm und lachen sich dann tot drüber.

So kommts wenn man Verbrecher an der Politik sitzen hat, die es dann noch wagen 60-70% Steuern auf Benzin zu verlangen, während der Michel 6 Monate im Jahr für den Staat arbeiten geht und dann noch fast 20% MwSt zahlen soll.

Das nennt man dann brummende Wirtschaft.....ich lach mich echt krank.

bjarki

29.04.2012, 16:24 Uhr

Zustimmung. Die hohen Energiepreise sind pure Absicht. Wenn das Ziel die EUDSSR ist, mussen alle veramt und unzufrieden sein. Wenn alle zufrieden sind, ist der ideologische Wechsel nicht möglich. Der Michel geht fast 7 Monate im Jahr arbeiten, dieses noch zur Anmerkung.

KritischeStimme

29.04.2012, 17:35 Uhr

Hohe Benzinpreise,made in Europe Seitdem die EU-Aussenminister inkl. Westerwelle Oelsanktionen gegen Iran gemacht haben,sind die Preise mit $25/pro Fass gestiegen.Umgerechnet kostet das die EU 150 Miljarden/Jahr oder 1,5 mio Arbeitslosen,und das Ende der Preissteigerungen ist noch nicht in Sicht.Seitdem die Weltpresse berichtet ueber bevorstehende Bombardierungen von Iran durch den Atomstaat Israel ist jedem Buerger in Europa klar dass das falsche Land sanktioniert wurde mit katastrophalen Folgen fuer die europaeische Wirtschaft.In der Privatwirtschaft macht man kurzen Prozess mit solchen Versagern ...........

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