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02.04.2015

17:52 Uhr

Verdi beendet Amazon-Streik

„Tarifkonflikt geht weiter“

Noch einmal haben mehr als 1000 Mitarbeiter des Online-Versandhauses Amazon ihre Arbeit niedergelegt. Ob bald wieder gestreikt wird, ist noch offen.

Der Streik traf den Onlinehändler im Ostergeschäft. dpa

Verdi und Amazon

Der Streik traf den Onlinehändler im Ostergeschäft.

Bad Hersfeld/Leipzig/WerneNach vier Tagen Arbeitskampf beendet die Gewerkschaft Verdi vorerst ihren Streik beim Online-Versandhändler Amazon. Der Tarifkonflikt gehe aber weiter, teilte die Gewerkschaft mit. Demnach legten am Donnerstag noch einmal rund 1600 Beschäftigte ihre Arbeit an vier Standorten nieder: in Bad Hersfeld in Hessen, im sächsischen Leipzig sowie in Werne und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen). Der Ausstand sollte noch bis zum Ende der Spätschicht am Donnerstagabend laufen.

Die Mitarbeiter hätten in den vergangenen Tagen klar gemacht, „dass sie in ihrem Kampf für sichere und gute Arbeitsbedingungen nicht nachlassen“, teilte Verdi mit. Wie es nun weitergehen soll, wurde zunächst nicht bekannt.

Begonnen hatten die Streiks in der Nachtschicht von Sonntag auf Montag in Bad Hersfeld, dem größten deutschen Amazon-Standort. Beteiligt hatten sich in den vergangen Tagen auch Beschäftigte in Koblenz (Rheinland-Pfalz) und Elmshorn (Schleswig-Holstein).

Die beliebtesten deutschen Händler

Quelle

Die Beratungsfirma OC&C hat 30.000 Kunden in neun Ländern befragt. Die hier gezeigten Ergebnisse beziehen sich auf Deutschland. Die Kunden wurden unter anderem zu Preisen, Qualität, Service und Markenvertrauen befragt. Maximal waren 100 Punkte zu erreichen, ein Wert von mehr als 75 gilt als „sehr gut“.
Stand der Veröffentlichung: Dezember 2013.

Platz 10

bonprix
Mode
Indexwert: 77,9 (plus 1,9 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 9

Otto
Multisortimenter
Indexwert: 77,9 (minus 0,1 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 8

Globus
Lebensmittel
Indexwert: 78,1 (minus 2,3 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 7

Tchibo
Multisortimenter
Indexwert: 79 (minus 1,0 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 6

Rossmann
Drogerie
Indexwert: 79,6 (plus 0,8 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 5

Müller
Drogerie
Indexwert: 80,0 (plus 2,2 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 4

Thalia
Bücher
Indexwert: 81 (minus 1,4 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 3

Douglas
Drogerie
Indexwert: 81,1 (plus 2,7 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 2

Amazon
Multisortimenter
Indexwert: 82,5 (minus 7,7 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 1

dm
Drogerie
Indexwert: 84,2 (minus 1,3 Punkte gg. Vorjahr)

Der Streik traf den Onlinehändler im Ostergeschäft. Amazon habe aber dank seines europäischen Logistiknetzwerkes seine Lieferversprechen einhalten können, bekräftigte Unternehmenssprecherin Anette Nachbar erneut. Verdi sah dagegen Beeinträchtigungen bei dem Versandhändler, der etwa 10.000 Menschen beschäftigt.

Die Gewerkschaft will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen – und zwar zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen lehnt das ab. In dem Tarifkonflikt gibt es seit Mai 2013 immer wieder Streiks, eine Einigung ist aber nicht in Sicht.

Von

dpa

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