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04.02.2012

11:11 Uhr

Verdi-Chef

Bsirske fordert Reform von Gewinnsteuern

Verdi-Chef Frank Bsirske fordert eine Reform der Steuern auf Kapital- und Unternehmensgewinne. Weil Deutschland unter dem EU-Schnitt liegt, entgingen dem Bund bis zu 85 Mrd. Euro.

Verdi-Chef Frank Bsirske. Reuters

Verdi-Chef Frank Bsirske.

Vor den Tarifverhandlungen bei Bund und Kommunen hat der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, Reformen bei der Besteuerung von Kapital- und Unternehmensgewinnen verlangt. „Würde Deutschland den durchschnittlichen EU-Steuersatz verlangen, hätten wir jedes Jahr 70 bis 85 Milliarden Euro an Mehreinnahmen“, sagte Bsirske der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe).

Bsirske verlangte zudem für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst nachhaltige Lohnerhöhungen von mindestens 6,1 bis sieben Prozent. „Es ist kein Ausnahmefall, dass Beschäftigte im Staatsdienst trotz ihrer Vollzeitstelle nebenher arbeiten müssen.“ Das sei inakzeptabel. Zudem kritisierte der Verdi-Chef die steigende Zahl befristeter Arbeitsverträge im öffentlichen Dienst. Bei den Hochschulen liege deren Anteil bei über 70 Prozent. „Ein echter Anreiz wäre, wenn der öffentliche Dienst vollständig auf sachgrundlos befristete Arbeitsverhältnisse verzichten würde“, sagte Bsirske.

Von

afp

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

04.02.2012, 12:08 Uhr

Steuern rauf, daß ist das Einzige was ihm einfällt? Letztlich werden die Steuern wieder auf die Produkte umgelegt und der deutsche Steuerseppel ist wieder einmal der Doofe. Und dann noch eine pauschale Gehaltssteigerung für alle um niedrigen Einkommen zu helfen. Wie wäre es denn damit, nur niedrigen Einkommen eine kräftigere Erhöhung zu verpassen? Oder was ist mit jungen Familien, sollte man diese nicht gezielt und stärker fördern. Also einfach ideenlos diese Funktionäre...aber dick abkassieren

Profit

04.02.2012, 12:31 Uhr

Ich frage mich, wie er auf so eine Zahl kommt. Wahrscheinlich rechnet er wie alle Sozis einen einfachen Dreisatz, und fertig ist die Rechnung. Daß sich Wirtschaftssubjekte (hier: Unternehmen) entsprechebnd an gesetzliche (Neu-)Regelungen anpassen und Steuerausweichentscheidungen (z.B. Verlagerung von Aktivitäten ins Ausland) treffen (können), entgeht diesem Ober-Demagogen wohl völlig. Deutschland hat in den letzten Jahren eine hervorragende Wírtschaftspolitik betrieben, insbesondere im Verhältnis zu an anderen EU-Staaten. Die Ergebnisse und Kennzahlen beweisen es! Was will er eigentlich, der Unruhestifter?

Account gelöscht!

04.02.2012, 12:55 Uhr

Ich weiß gar nicht, warum er das heute kritisiert.
Das haben doch seine Grünen Parteigenossen (Bsirske ist Grüner) mit Schröder gemacht.
Diese verlogene Bande tut heute so, als wären sie an nichts Schuld

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