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12.03.2012

18:23 Uhr

Verfahrensvorschlag

Grüne wollen Spitzenstreit rasch beenden

Nach heftigem Zank geloben die Grünen, ihr Spitzenteam für die Bundestagswahl 2013 bald aufzustellen. Der Bundesvorstand soll jetzt einen Verfahrensvorschlag vorlegen - aber der Streit über eine Urwahl schwelt weiter.

Die Grünen Bundesvorsitzende Claudia Roth und der Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin. dpa

Die Grünen Bundesvorsitzende Claudia Roth und der Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin.

BerlinDie Grünen wollen rasch zu einer Entscheidung über ihr Spitzenteam für die Bundestagswahl 2013 kommen. Diese Woche werde der Bundesvorstand einen Verfahrensvorschlag vorlegen, kündigte Parteichef Cem Özdemir am Montag in Berlin nach einer Sitzung des Bundesvorstandes mit den Grünen-Chefs in den Bundesländern an. Kommenden Montag solle dann darüber der Parteirat entscheiden. Grundsätzlich geht es darum, ob die Grünen ihre Wahlkampfspitze per Urwahl bestimmen, oder ob eine Einigung in den Parteigremien gelingt und ein Parteitag dann darüber befindet. Es geht auch um die Frage, ob die Grünen mit einem Spitzenkandidaten oder einer Doppel- oder Viererspitze antreten.

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In der Politik gibt es eine Grundregel: erst über Inhalte, dann über Personal sprechen. Mit ihrer Selbstausrufung zur Spitzenkandidatin hat Grünen-Chefin Roth genau das ignoriert. Jetzt droht der Partei ein Dauerzwist.

Bislang hat sich nur Parteichefin Claudia Roth beworben. Einen einzelnen männlichen Spitzenkandidaten lehnt sie ab. Damit sperrt sie sich gegen eine Nominierung von Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin zum Spitzenkandidaten. Trittin, der seine Ambitionen bislang offen gehalten hat, gilt in weiten Teilen der Partei als bester Kandidat für den Bundestagswahlkampf. Viele Grüne befürworten einen statt mehrerer Spitzenkandidaten. Neben Trittin und Roth gelten auch die Co-Fraktionsvorsitzende Renate Künast und Özdemir als Anwärter für die Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl.

„Wir haben unterschiedliche Modelle diskutiert“, sagte Özdemir. Der Bundesvorstand werde nun die Argumente sortieren und einen Vorschlag erarbeiten. Teilnehmer der Sitzung am Montag berichteten, es sei kontrovers diskutiert worden. Eine Präferenz habe sich noch nicht abgezeichnet.

Von

rtr

Kommentare (1)

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13.03.2012, 14:55 Uhr

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