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14.10.2014

13:18 Uhr

Verfassungsschutz warnt

Experten fürchten Angriffe auf Islamisten in Deutschland

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz fürchtet Gewalttaten gegen radikale Islamisten in Deutschland. Experten beobachten „eine wachsende Bereitschaft, mit Gewalt gegen erkannte Salafisten vorzugehen.“

Salafisten in Deutschland könnten Opfer von Gewalttaten werden. dpa

Salafisten in Deutschland könnten Opfer von Gewalttaten werden.

DüsseldorfRadikale Islamisten könnten in Deutschland bald selbst Opfer von Gewalttaten werden. Das gehe aus einer Einschätzung des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes hervor, berichtete „Spiegel Online“ am Dienstag unter Berufung auf ein vertrauliches Dokument der Düsseldorfer Behörde.

Bei Kurden, Jesiden und Schiiten in Deutschland gebe es „eine wachsende Bereitschaft, mit Gewalt gegen erkannte Salafisten vorzugehen“. Vom NRW-Verfassungsschutz war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten

Gefährdet sind dem Bericht zufolge vor allem öffentlich auftretende salafistische Missionierungstrupps, deren Betätigung von kurdischen Kreisen als Propaganda der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wahrgenommen werde. Der Hass auf vermeintliche IS-Sympathisanten könne sich „jederzeit durch Handgreiflichkeiten entladen“.

Islamismus im Netz

Mehr als 20.000 Accounts

Die Twitter-Studie der Dschihadismusforscher Ali Fisher und Nico Prucha

Netznutzung der Islamisten

In der Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), die unter anderem die Bundesregierung in außenpolitischen Fragen berät, befassen sich mehrere Autoren damit, wie sich die Netznutzung ,moderner Dschihadisten' entwickelt.

Radikale Ansichten

Der Arabist, Buchautor und Journalist Yassin Musharbash bloggt in deutscher Sprache über Islamismus, Islamophobie und Nahostpolitik.

Der weltweite Dschihad

Jihadica, ein Blog des Center for Strategic Studies der John Hopkins Universität, dokumentiert regelmäßig und fundiert die Entwicklung des Dschihadismus.

Als alarmierend werteten die NRW-Sicherheitsbehörden einen Aufruf des Kölner Rappers „Bero Bass“. In einem Video habe der Deutsch-Kurde seine Gefolgsleute aufgefordert, Salafisten zu ermitteln sowie ihre Adressen und Auto-Kennzeichen festzuhalten.

„Der von ihm genannte Zweck, nämlich alsdann die Polizei über salafistische Umtriebe zu unterrichten, wird hier als Vorwand gewertet“, heiße in der Analyse. Im niedersächsischen Celle und in Hamburg war es bereits vorige Woche zu Krawallen zwischen Islamisten und Kurden gekommen.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Herr walter danielis

14.10.2014, 17:15 Uhr

Wer sich alle diese verfeindeten Gruppen ins Land holt, holt sich auch deren Probleme. Wer sich immer noch mehr dieser Leute ins Land holt, holt sich auch immer noch mehr Probleme. So einfach und trotzdem logisch ist das!

Frau Margrit Steer

14.10.2014, 18:31 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Billyjo Zanker

14.10.2014, 19:52 Uhr

Experten fürchten Angriffe auf Islamisten in Deutschland

Um das zu befürchten muß man bei Leibe kein Experte sein, doch anders herum was müssen das für armselige und blinde Experten sein wenn denen das erst jetzt auffällt was der dt. Bundesbürger welcher mit offenen Augen durch die Welt und seinen Straßen in der Region geht bereits seit Jahren aufgefallen ist.

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