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30.05.2013

15:57 Uhr

Verhandlungen geplant

Krankenkassen erwarten sinkende Arznei-Preise

Die gesetzlichen Krankenkassen machen den Versicherten Hoffnung auf sinkende Medikamenten-Preise. Geplant sind Verhandlungen mit der Pharmaindustrie über Preise von Arzneimitteln, die schon länger auf dem Markt sind.

Die Krankenkassen erwarten sinkende Arznei-Preise. dpa

Die Krankenkassen erwarten sinkende Arznei-Preise.

BerlinDie gesetzlichen Krankenkassen erwarten durch Verhandlungen mit der Pharmaindustrie weiter deutlich sinkende Arznei-Preise. Die Hoffnung sei, dass die Preise hierzulande sich im europäischen Vergleich künftig nicht mehr im oberen Drittel bewegten, sagte der Vizechef des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung, Johann-Magnus von Stackelberg, am Donnerstag in Berlin.

Durch die 2012 und 2013 ausgehandelten Preise würden rund 120 Millionen Euro an Beitragsgeldern eingespart. Die Zielmarke der Politik von jährlich 1,4 Milliarden Euro ab 2014 könne aber nur erreicht werden, wenn wie geplant Verhandlungen für Arzneimittel hinzu kämen, die sich schon länger am Markt befänden. Die Pharmaindustrie warf den Kassen vor, sie nutzten das 2011 eingeführte Gesetz als "reines Kostendämpfungsinstrument".

Die Firmen müssen seit Anfang 2011 zur Markteinführung in Deutschland in umfangreichen Dossiers den Zusatznutzen ihrer Substanzen beweisen. Erkennt der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) von Ärzten, Kassen und Kliniken den Zusatznutzen an, müssen Kassen-Spitzenverband und Hersteller binnen eines Jahres einen Preis festlegen. Gelingt dies nicht, entscheidet eine Schiedsstelle.

Vor einem Jahr war auf diesem Wege erstmals ein Erstattungspreis festgelegt worden - inzwischen sind es 21. Vier davon wurden in einem Schiedsverfahren entschieden. Zwei weitere Medikamente wurden wegen eines nicht vorhandenen Zusatznutzens vom GBA mit einem Festpreis versehen. Vier Unternehmen nahmen ihre Medikamente vom deutschen Markt, nachdem die ersten Bewertung nicht in ihrem Sinne ausgefallen war. Diese Medikamente hätten jedoch keinen Zusatznutzen gehabt, wodurch die Versorgung nicht beeinträchtigt sei, sagte Stackelberg.

Die Hauptgeschäftsführerin des Verbands forschender Pharma-Unternehmen (vfa), Birgit Fischer, kritisierte, die Preise für innovative Medikamente sollten sich meist eher an preisgünstigen älteren Präparaten orientieren, etwa von Generika. Der GKV-Spitzenverband nutze seine Macht, um eine billige Vergleichstherapie auszuwählen. In den Verhandlungen wolle er anschließend den Preis davon ableiten. Innovationen würden auf diese Weise bestraft, beklagte Fischer.

Stackelberg würdigte dagegen, durch die neuen Regelungen finde ein Perspektivwechsel "von den Gewinninteressen der Pharmaindustrie hin zu den Versorgungsinteressen der Patienten" statt. Für neue Präparate mit Zusatznutzen erhielten die Unternehmen aber auch künftig deutlich mehr Geld. Schein-Innovationen würden aber nicht mehr besser bezahlt.

Der VfA warnte dagegen, künftig könne es zu weiteren Marktrücknahmen von Medikamenten kommen. Auch verspätete oder verhinderte Markteinführungen könnten für das deutsche Gesundheitswesen zu einer Herausforderung werden.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

30.05.2013, 22:52 Uhr

BGM Daniel Bahr,
der FDP Minister für Gesundheit,
seine Jugendlichen Einfachheit und Unbekümmertheit
zeichnen ihn aus?

Generika?
Also Medikamente, Wirkstoffe die in einem völlig anderem Herstellungsprozess aus gänzlich anderen Grundsubstanzen erzeugt werden müssen,
um die Patentrechtlichen Schutzrechte die, die oft viele 10 Mill. Entwicklungskosten, Erprobungs- und Zulassungskosten eines Wirkstoffes absichern sollen/müssen,
zu umgehen.

Generika sind ein/Das riesiges Geschäft, die Kosten für die Herstellung des Generika sind Minimal und dennoch liegt der Preis von Generika bei 70% - 90% des Originalpräparates.

Generika?
Nicht die Chemische Summenformel machen die Wirkung eines Wirkstoffes/Medikamentes aus, sondern der Molekulare Aufbau des Wirkstoffes erzeugt die Wirkung.
Die aber nur unter den Patentschutz stehenden Präparates unter den Herstellungsbedingungen aus den Grundsubstanzen zu dem Molekuklaraufbau, als Wirkstoff, führt.

Generika haben eine sehr geringe bis keine, sogar gänzlich andere Wirkung als das Original Medikament.
Dazu kommt, das die Nebenwirkungen ebenso wenig erforscht, getestet, untersucht wurden, wie die angebliche Wirkungsweise!
Ich persönlich halte das für Betrug und Körperverletzung, den Wirtschaftlichen Schaden der durch unsachgemäße „Medikamente“ dem Gesundheitswesen im Nachhinein entstehen – durch das Vorsätzliche verabreichen irgendwelcher als Medikament genannten Chemikalien, wird sich noch zeigen oder unter den Neuen besonderen Bedingungen(stalinistisch) nach – schlicht Verheimlicht!

Studie in Leipzig u. Dresden,
das durchschnittliche Sterbealter lag:
1991 bei 68 Jahren
2001 bei 83 Jahren
womit im besonderen deutlich wird,
wie Hoch das Einsparpotential wirklich sein kann.
Und noch etwas aus eigener Erfahrung:
erst die Diagnose erklärt die Krankheit und zwangsläufige Therapie,
Einsparungen, definiert sich dann am besten, aus der Diagnose!

(ich warte auf die Werbekampagne,
sind OP´s ab 60 Sinnvoll ?)

Account gelöscht!

31.05.2013, 09:00 Uhr

*in memory*

Dez. 2009
mein Versuch des Wachrütteln, noch als FDP (13%) Mitglied.
2 Jahre vor dieser Mitgliederentscheids-Mitbestimmung (bei der FDP) – der Wahlbetrug an den Mitgliedern – das Diktat diesen EUR-EU „Rettungsschirme“ durchzupressen.


>> "liebe Parteifreunde,

das da so Einiges, in dem letzten Jahr, nicht so Vorteilhaft verlaufen
ist, denke ich, allen sehr wohl bewusst geworden!

Die Partei muss sich endlich positionieren, eindeutig positionieren gegen das,
dass in unserer Gesellschaft immer weiter um sich greift,
der Überwachungs- und Kontrollwahn des Totalitären DDR-Regimes!
Diese Landsleute wollen und setzen ihr gewohntes System,
das sie über viele Generationen GEPRÄGT hat,
in der Bundesrepublik um, mittels ihres gewohnten *Apparatschiks*!
siehe D-Bahn, siehe Pflegekassen/system,
siehe Karstadt von ´02-´09,
siehe Polizeibehörde,
siehe Krankenkassensystem, in spätestens in 2-3 Jahren auf dem Niveau von D-Bahn!
siehe ARGE, Caritas, Rotes Kreuz - siehe den sozialen Sektor!
nicht zuletzt Bildungspolitik sondern,
was ist aus unseren Medien geworden??

Wenn diese Partei ;FDP, die einzige Schanse, die sie noch hat,
um an dem Wohle Deutschlands zu Wirken,
nicht wahr nimmt und sich eindeutig Positioniert,
zu dem das die Bundesrepublik stark gemacht hat,
dann gibt es die FDP nicht mehr! (warte 1. Landtagswahlen ab)

Sie können immer noch das werden, das ich mal gesagt habe,
die neue Volkspartei! (die Gesellschaft wartet drauf!)
Dazu bedarf es aber eines eigenen ‚straighten’ Weges!

Wenn sie diese Realität nicht sehen, nicht sehen können/wollen,
dann, zu meinem Bedauern, dann -
gehen sie den richtigen Weg,
für Sich und diese Partei!!

ein Freund!" <<

Die ganze Partei, demonstriert sich immer mehr,
als die Partei der „Juniorchefs“
für den elterlichen Betrieb hat es nicht gereicht,
da spielt man in einer anderen Liga,
auch für den angemessenen eigenen Laden reichte es nicht,
Im Mittelalter ging man ins Kloster,
in der Neuzeit in die Politik?

PKVfrust

31.05.2013, 16:47 Uhr

Herr Bahr,
bitte daran denken, dass die PKV von diesen Verhandlungen auch profitiert. Ansonsten wird die PKV immer mehr abgehängt, und muss leider ihre Versicherten schon wieder überproportional belasten müssen.
Oder lieber noch, lassen sie den PKV Versicherten die Wahl zur GKV zurück zu kehren. Wenn sie die PKV abschaffen noch besser.

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