Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.04.2013

19:24 Uhr

Verkehrsinfrastruktur

„Der Wertverfall ist dramatisch“

ExklusivUnternehmen und Industrieverbände warnen vor einem Verfall der deutschen Verkehrsinfrastruktur. In einem Brief wandten sie sich an die Politik. Deutschland riskiere, einen wertvollen Standortvorteil zu verspielen.

Investitionslücke - Logistikunternehmen klagen über baufällige Straßen

Video: Investitionslücke - Logistikunternehmen klagen über baufällige Straßen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

BerlinVorstände großer Unternehmen sowie Industrieverbände warnen in einem gemeinsamen Brief an das Bundeskanzleramt, zentrale Ministerien sowie die Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, dass Deutschland einen „wertvollen Standortvorteil“ verspielt. „Ohne unsere leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur und ohne innovative vernetzte Mobilitätsysteme wäre Deutschland nicht eine der weltweit führenden Industrie- und Dienstleistungsnationen“, heißt es in dem Brief, der dem Handelsblatt vorliegt.

Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören unter anderem die Vorstandsvorsitzenden Christoph Franz (Lufthansa) und Rüdiger Grube (Deutsche Bahn AG) wie auch Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Deutschen Automobilindustrie und Dieter Schweer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

Weniger Einnahmen: Rote Ampel für die Maut

Weniger Einnahmen

exklusivRote Ampel für die Maut

An sich will Rot-Grün die Lastwagen-Maut auch auf normale Autos ausdehnen. Aber Verkehrsminister Ramsauer hat schon alle Mühe, die jetzige Maut überhaupt aufrechtzuerhalten. Gutachter stellen fest: Sie ist viel zu hoch.

„Der Wertverfall ist dramatisch“, warnen die Industrievertreter. Die Investitionsquote läge nur noch bei 9,8 Prozent. Gleichzeitig würde der Bund mit der Lkw-Maut, der Luftverkehrssteuer und der Bahn-Dividende jährlich sechs Milliarden Euro einnehmen. „Das passt nicht zusammen“, klagen sie und fordern mehr zu investieren.

Der Vorsitzende der Landesverkehrsministerkonferenz, Reinhard Meyer (SPD), bestätigte die Finanzlücke. „Insgesamt fehlen jährlich 4,55 Milliarden Euro, um den Substanzverlust in Bund, Ländern und Kommunen zu stoppen“, sagt er dem Handelsblatt und forderte dazu auf, „neu zu denken“.

Von

dhs

Kommentare (12)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Ichbinsdoch

21.04.2013, 19:35 Uhr

Das Geld wird ja für andere Sachen gebraucht.
Außerdem MUSS es so sein, das Deutschland nach und nach alle seine hart erarbeiteten Vorteile verliert...wohl gesteuert der Volksparteien..denn sonst ist der Euro nicht tragbar und vor allem die Weltordnung die sich gewisse Kreise vorstellen und alles dafür tun diese zu realisieren

Thomas-Melber-Stuttgart

21.04.2013, 20:04 Uhr

Als "Lösung" bietet sich natürlich PPP an (PPP = public pays permanently).

Account gelöscht!

21.04.2013, 20:11 Uhr

Tja, man kann eben nicht alles haben, die Eurorettung, die Bankenunion und Fiskalunion UND Wohlstand ind Deutschland.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×