Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.04.2015

12:57 Uhr

Verkehrsminister Dobrindt

Experten sollen über Germanwings-Absturz beraten

Verkehrsminister Alexander Dobrindt und der Luftverkehrsverband wollen eine Expertengruppe einsetzen. Sie sollen darüber beraten, was nun anders werden muss – unter anderem über den Türschutz-Mechanismus im Cockpit.

Nach dem Germanwings-Absturz

Dobrindt unterstützt de Maizières Passkontrollen-Vorschlag

Nach dem Germanwings-Absturz: Dobrindt unterstützt de Maizières Passkontrollen-Vorschlag

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

BerlinEine neue Expertengruppe der Luftfahrtbranche soll über Konsequenzen aus dem Absturz der Germanwings-Maschine mit 150 Toten beraten. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Klaus-Peter Siegloch, kündigten am Donnerstag in Berlin an, ein solches Gremium mit Sachverständigen und Fachleuten einzusetzen. Sie sollen unter anderem über mögliche Änderungen am Türschutz-Mechanismus in Cockpits beraten, außerdem über medizinische und psychologische Checks für Piloten.

In der Runde sollen unter anderem die Flugbetriebschefs der Airlines sitzen, ebenso Flugmediziner und Vertreter der Berufsverbände. Auch das Verkehrsministerium und das Luftfahrtbundesamt sollen in die Beratungen eingebunden werden.

Die wichtigsten Aussagen des Staatsanwalts zum Airbus-Absturz

Die Zeit nach dem Start in Barcelona

„In den ersten 20 Minuten sprechen die Piloten vollkommen normal miteinander, man könnte sagen heiter, höflich, wie normale Piloten während eines Flugs. Es passiert also nichts Ungewöhnliches. Dann hört man den Bordkommandanten die Instruktionen für die Landung in Düsseldorf vorbereiten. Die Antworten des Co-Piloten erscheinen lakonisch. (...) Die Antworten sind kurz, es gibt keinen wirklichen Austausch.“

Der Flugkapitän verlässt das Cockpit

„Dann hört man, wie der Bordkommandant den Co-Piloten bittet, das Kommando zu übernehmen. Man hört das Geräusch eines Sitzes, der nach hinten geschoben wird, und einer Tür, die sich schließt. Man kann legitimerweise davon ausgehen, dass er rausgeht, wahrscheinlich um seine natürlichen Bedürfnisse zu befriedigen.“

Der Co-Pilot leitet den Sinkflug ein

„In diesem Moment ist der Co-Pilot allein am Kommando. Während er allein ist, betätigt der Co-Pilot die Knöpfe des sogenannten Flight Monitoring Systems, um einen Sinkflug der Maschine einzuleiten. Die Aktion auf diesem Höhenregler kann nur gewollt gewesen sein.“

Der Flugkapitän gelangt nicht mehr ins Cockpit

„Man hört mehrere Rufe des Bordkommandanten, der Einlass in das Cockpit verlangt, über (...) eine Gegensprechanlage mit Video. Man kann also sagen, dass er sich gezeigt, identifiziert hat. Aber es gab keine Antwort des Co-Piloten. Er hat geklopft, um die Öffnung der Tür zu verlangen. Aber der Co-Pilot hat nicht geantwortet. (...) Er hat nicht ein einziges Wort gesagt, nachdem der Bordkommandant das Cockpit verlassen hatte.“

Die Kontaktversuche der Flugüberwachung

„Man hört anschließend die wiederholte Kontaktaufnahme des Kontrollturms von Marseille, aber keine Antwort des Co-Piloten. (...) Kein Notsignal, etwa Mayday-Mayday-Mayday, wurde von den Luftraumkontrolleuren empfangen. Und es gab keinerlei Antwort auf die zahlreichen Kontaktaufnahmen der Kontrolleure.“

Der Co-Pilot ist offenbar bei Bewusstsein

„Man hört zu diesem Zeitpunkt ein menschliches Atmen im Inneren des Cockpits, bis zum Aufprall. Das bedeutet, dass der Co-Pilot am Leben war. (...) Er hat anscheinend normal geatmet. Das ist nicht die Atmung von jemandem, der gerade einen Infarkt erleidet. (...) Man hat nicht das Gefühl, dass er Panik hatte.“

Die Sekunden vor dem Aufprall

„Die Alarmsignale gingen los, um der Besatzung die Nähe des Bodens anzuzeigen. Dann hört man heftige Schläge gegen die Tür wie um sie aufzubrechen. (...) Die Opfer haben es vermutlich erst im allerletzten Moment bemerkt. Schreie gibt es in den letzten Momenten vor dem Aufprall. (...) Der Tod trat sofort ein, denn diese Maschine, die mit 700 Stundenkilometern gegen den Berg prallte, ist im wahrsten Sinne des Wortes explodiert.“

Das Fazit der Ermittler

Die für uns plausibelste, die wahrscheinlichste Interpretation ist folgende: Der Co-Pilot hat sich absichtlich geweigert, dem Bordkommandanten die Tür zum Cockpit zu öffnen und hat den Knopf zum Absenken der Flughöhe gedrückt. Wir kennen heute nicht den Grund, aber das kann interpretiert werden als der Wille, dieses Flugzeug zu zerstören. (...) Es war eine willentliche Handlung“

„Die Aufgabe dieser Taskforce ist offen“, sagte Siegloch. Neue Ergebnisse der Ermittlungen an der Unfallstelle in Südfrankreich sollten in die Beratungen einfließen. „Es ist wichtig, dass wir nicht zu übereilten Beschlüssen kommen“, mahnte er. Wichtig sei, ausgiebig über Vor- und Nachteile möglicher Änderungen zu beraten, um die Sicherheitskette im Flugverkehr nicht zu gefährden.

Der Copilot der Germanwings-Maschine wird verdächtigt, seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit Absicht zum Absturz gebracht zu haben.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Vittorio Queri

02.04.2015, 15:45 Uhr

>> Sie sollen darüber beraten, was nun anders werden muss – unter anderem über den Türschutz-Mechanismus im Cockpit. >>

Falscher ANSATZ, Herr DOOFbringts !

Die Experten sollten mal hier ansetzen, dann kommen ganz andere Ergebnisse raus :

http://amr.amronline.de/2015/03/25/germanwings-hollande-beschuldigt-usa-des-abschusses/

Und zur Flugzeugverriegelung der Pilotentür zu beraten braucht man kein externes Expertenteam aus Anwälten, Politikern, Kirchenvertretern, etc., sondern paar Fachleute mit gesundem Menschenverstand.

Frau Margrit Steer

02.04.2015, 16:35 Uhr

Wnn unser Herr Dobrindt was in die Hand nimmt, dann wird es schon klappen (Ironie)

Herr Vittorio Queri

02.04.2015, 16:38 Uhr

>> Redaktion Handelsblatt - 02.04.2015, 16:11 Uhr

Aufgrund von zu erwartenden Verstößen gegen unsere Netiquette sahen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion für diesen Artikel einzufrieren. Kommentieren ist damit nicht möglich. Wir bitten dafür um Ihr Verständnis >>

Dann tun wir es eben hier. Das HB hat mittlerweile auch Angst von der Wahrheit und bedient sich der Tricks der Systempresse !

10 Tage haben die Geheimdienste gebraucht, um die Black-Box zu manipulieren.

Hier sollte man erstmal Fragen beantworten, wie :

- wer hat die Black-Box gefunden

- wo lag diese Black-Box

- wie weit war der Fund von der Absturzstelle entfernt

- ist es die "Original-Black-Box", die gefunden wurde

etc. !

Die Manipulation der Menschheit kennt bald keine Grenzen mehr !

>>Auch die deutsche Staatsanwaltschaft meldete neue Erkenntnisse. Der Co-Pilot hat sich vor dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich im Internet über Arten von Suizid und über Sicherheitsmechanismen von Cockpittüren informiert. >>

Größte Lachnummer aller Zeiten !

Die Manipulation des Tabletts war aber im Vergleich zur Manipulation der Black-Box eine einfachere Übung...: :-)


Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×