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10.04.2012

09:09 Uhr

Verkehrspolitik

Ramsauer will gegen „Kampf-Radler“ vorgehen

Verkehrsminister Peter Ramsauer sieht immer mehr aggressive Fahrradfahrer. Gegen diese müsse härter vorgegangen werden, sagte er in einem Interview. Helme würden besonders bei Kindern und Jugendlichen mehr akzeptiert.

Von einem Punktesystem wie für Autofahrer ist bisher nicht die Rede, trotzdem soll rücksichtslosem Radfahren Einhalt geboten werden. dapd

Von einem Punktesystem wie für Autofahrer ist bisher nicht die Rede, trotzdem soll rücksichtslosem Radfahren Einhalt geboten werden.

OsnabrückBundesverkehrsminister Peter Ramsauer fordert ein konsequentes Vorgehen gegen aggressive Fahrradfahrer. Er habe beobachtet, wie Radler selbst unter den Augen von Polizisten rote Ampeln und jede Verkehrsregel missachteten, sagte der CSU-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht.

Die Polizei sei manchmal einfach überfordert, „der Verrohung dieser Kampf-Radler endlich Einhalt zu gebieten.“ Ramsauer sagte, Fahrradhelme würden mehr akzeptiert. Dies gelte vor allem für Kinder und Jugendliche. 56 statt zuvor 38 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen radelten 2011 mit Kopfschutz. In der Altersgruppe der 11- bis 16-Jährigen sei die Helm-Quote von 15 auf 19 Prozent gestiegen.

Insgesamt seien elf Prozent der Radler mit Kopfschutz unterwegs. 2010 seien es nur neun Prozent gewesen. In den nächsten Jahren solle die Quote auf mehr als 50 Prozent steigen.

Von

dapd

Kommentare (9)

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Sven

10.04.2012, 10:05 Uhr

Ich kenne niemand, der sich ERNSTHAFT über "agressive Fahrradfahrer" aufregt.

Zum Thema Fahrradhelm gibt es hier einen Artikel:
"Ist eine Helmpflicht für Fahrradfahrer ethisch zu rechtfertigen?"
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36553/1.html

Wählt jemand CDU, weil diese immer wieder mit einer Helmpflicht droht? Wohl eher das Gegenteil ist der Fall.

(Mit einem Schutzhelm gerüstet ist der Fahrradfahrer zumindest gegenüber Fußgängern eindeutig im Vorteil - seine angebliche Agressivität wird dieser also eher steigern.)

heide

10.04.2012, 10:41 Uhr

Lieber Sven,
dann lernen Sie jetzt den ersten kennen.
Schon seit langer Zeit ärgere ich mich immer wieder über diese 'rasenden Mutanten'. Je nach gerade benötigtem Vorteil werden sie zu Autofahrern, Fußgängern oder eben Radfahrern. Eine große Anzahl verwechselt scheinbar auch den Radweg mit dem 6-Tage-Rennen. Als Fußgänger kann ich im Frankfurter Innenstadtbereich manchmal gerade noch so zur Seite springen um nicht überfahren zu werden. Kleine Kinder, ältere Menschen und Hunde sind da eher schlechter dran. Gegen 'Radfahrer' ist nichts einzuwenden. Leider sind aber die rücksichtslosen Raser ohne Licht und Einsicht scheinbar auf dem Vormarsch. Ich hätte nichts dagegen, dass diese mal 'ausgebremst' werden.

sterbende_demokratie

10.04.2012, 11:53 Uhr

"Ramsauer will gegen Kampf-Radler vorgehen"

Prima, sonst hat die dt. Infrastruktur ja auch keine Probleme!

Vielleicht sollte mal jemand diesem Volltrottel von einem Möchtegern-Verkehrsminister auf die wirkliche Schieflagen wie z.B. das verlodern des dt. Straßennetzes oder auch den monopolistische Preisbetrug an der Tanke aufmerksam machen!

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