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09.02.2004

17:42 Uhr

Verkleinerung bis zum Sommer

BA will Stellen in ihren Regionaldirektionen abbauen

Erheblich verkleinern will die Bundesanstalt für Arbeit (BA) ihre zehn Regionaldirektionen. Von den rund 3000 Arbeitsplätzen blieben dort durch Ausgliederung nur rund 1000 Stellen übrig. Das teilte die BA am Montag in Nürnberg mit.

HB NÜRNBERG. Es werde geprüft, ob die übrigen 2000 Beschäftigten in andere Dienststellen versetzt werden können. Der Umbau der früheren Landesarbeitsämter soll bis zum Sommer abgeschlossen sein. Ihre Kernaufgaben seien künftig die Führung der einzelnen Arbeitsagenturen und die Politikberatung.

Als Pilotprojekt seien die Direktionen Bayern und Rheinland-Pfalz vorgesehen. Dort werde der Umbau noch im ersten Quartal beginnen. Die Direktionen sollen den Planungen zufolge als unternehmerische Einheiten mit eigener Erfolgsverantwortung agieren. Mit den Arbeitsagenturen (früher: Arbeitsämter) würden Leistungsvereinbarungen abgeschlossen. Dafür werde es „Agenturberater“ geben, die die Zielvereinbarungen vorbereiten und die Agenturen bei der Umsetzung beraten sollen.

„Die Regionaldirektionen werden für die Agenturen die wesentliche Führungs- und Steuerungseinheit sein“, sagte der neue BA-Chef Frank- Jürgen Weise. Daneben sollten sie ihre Position als Initiatoren regionaler Arbeitsmarktaktivitäten ausbauen und die Landespolitik stärker als bisher beraten. Dagegen sollten die Direktionen von Verwaltungs- und Sonderaufgaben entlastet werden. „Diese werden in Serviceeinheiten, in Agenturen oder im Einzelfall an Dritte verlagert“, teilte die BA mit.

Die einzelnen Direktionen sollen künftig entsprechend der Führungsstruktur der Bundesagentur von einem dreiköpfigen Team mit einem Vorsitzenden der Geschäftsführung sowie je einem Geschäftsführer für Finanzen und für das operative Geschäft geleitet werden.

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