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31.08.2011

11:16 Uhr

Verletzte Soldaten

Höhere Entschädigungszahlungen

Die Bundesregierung plant, die Zahlungen für Soldaten, die bei Auslandseinsätzen verwundet werden, zu erhöhen. Zudem sollen Zeitsoldaten weiter bei der Bundeswehr beschäftigt werden.

Bundeswehrsoldaten in Kundus. Die Regierung plant höhere Entschädigungen für verwundete Soldaten. dpa

Bundeswehrsoldaten in Kundus. Die Regierung plant höhere Entschädigungen für verwundete Soldaten.

BerlinIm Auslandseinsatz verletzte Soldaten sollen deutlich mehr Entschädigungen bekommen. Das Bundeskabinett brachte am Mittwoch in Berlin einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg. Er sieht unter anderem vor, dass die einmalige Entschädigungssumme künftig 150 000 Euro betragen soll, wenn die Erwerbsfähigkeit eines Soldaten um mindestens 50 Prozent gemindert ist. Bislang beläuft sich die Summe in solchen Fällen auf 80 000 Euro. Die Pläne betreffen Soldaten, die seelisch oder körperlich verwundet aus dem Einsatz zurückkommen sowie Hinterbliebene von getöteten Soldaten.

Erhöht werden sollen auch die Ausgleichszahlungen, die verletzte Zeitsoldaten zusätzlich zu der einmaligen Entschädigungssumme bekommen - von 15 000 auf 30 000 Euro. Zudem sollen mehr verletzte Zeitsoldaten in der Bundeswehr weiterbeschäftigt werden können. Hier soll der Stichtag vom 1. Dezember 2002 auf den 1. Juli 1992 vorverlegt werden, so dass die Regelung auch die Soldaten erfasst, die bei früheren Bundeswehr-Auslandseinsatz dabei waren. Die Weiterbeschäftigung ist für verletzte Zeitsoldaten deshalb wichtig, weil sie oft kaum Aussichten auf einen anderen Arbeitsplatz haben.

Von

dpa

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