Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.06.2016

15:58 Uhr

Vermögenssteuer

CSU stellt sich gegen Gabriel

Reiche stärker besteuern? Nicht mit der CSU. Landesgruppenchefin Hasselfeldt sprach sich in einem Interview klar gegen eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer aus. Dafür will sie an einer anderen Steuer rumschrauben.

Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Gerda Hasselfeldt, erteilt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eine Absage. Mit ihrer Partei werde es keine Wiedereinführung der Vermögenssteuer geben. dpa

Was will er da?

Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Gerda Hasselfeldt, erteilt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eine Absage. Mit ihrer Partei werde es keine Wiedereinführung der Vermögenssteuer geben.

BerlinCSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt erteilt dem Vorstoß des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel für eine Wiedereinführung der Vermögensteuer eine Absage. „Ich bin strikt gegen solche Pläne“, sagte Hasselfeldt im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung„ vom Samstag.

Aufwand und Ertrag stünden „in keinem verantwortbaren Verhältnis“. Außerdem sei die Vermögensteuer eine Substanzsteuer, die „jede wirtschaftliche Tätigkeit erschwert“.

Mögliche Entlastungen: Wahlkampf um die Steuern

Mögliche Entlastungen

Premium Wahlkampf um die Steuern

Die Parteien laufen sich warm für ihre Programme. Doch der SPD-Konvent klammerte am Sonntag strittige Fragen aus. Über konkrete Steuerentlastungen ist sich allerdings auch die Union noch nicht einig.

Handlungsbedarf sieht Hasselfeldt nach eigenen Worten dagegen bei der Einkommensteuer, allerdings erst in der nächsten Wahlperiode. Es sei an der Zeit, mittlere Einkommensgruppen steuerlich zu entlasten. Die Wirtschaftsdaten seien gut. „Wenn das so bleibt, sollten wir eine grundlegende Steuerreform in Angriff nehmen“, sagte die CSU-Politikerin.

Gabriel hatte sich vor wenigen Tagen offen für eine Wiedereinführung der Vermögensteuer gezeigt. Der linke Flügel der Partei fordert seit längerem, Reiche mit einer solchen Abgabe zur Kasse zu bitten. Als Problem bezeichnete Gabriel, dass bislang keine Variante der Vermögensteuer existiere, in der das Betriebsvermögen von Familienunternehmen freigestellt werde. Wenn es gelinge, ein Konzept zu entwickeln, das diese Probleme vermeide, könne er einen Beschluss zur Wiedereinführung der Vermögensteuer mittragen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×