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16.10.2014

12:39 Uhr

Verschwundener Bundeswehr-Soldat

Fahnenflüchtiger soll in Ukraine kämpfen

Brisanter Verdacht bei der Bundeswehr: Ein verschwundener Fallschirmjäger kämpft möglicherweise auf Seiten der Separatisten in der Ostukraine. Derweil wird geprüft, ob die Bundeswehr im Osten des Landes eingesetzt wird.

Der verschwundene Fallschirmjäger der Bundeswehr soll in der Ostukraine kämpfen. dpa

Der verschwundene Fallschirmjäger der Bundeswehr soll in der Ostukraine kämpfen.

BerlinEin fahnenflüchtiger Fallschirmjäger der Bundeswehr hat sich möglicherweise den prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine angeschlossen. Das Verteidigungsministerium bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Inzwischen ermittelt auch die zuständige Staatsanwaltschaft. Der Zeitsoldat soll 1991 in der ehemaligen Sowjetunion geboren sein.

Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ gibt es Hinweise, dass er in der Ostukraine bereits an Gefechten teilgenommen hat. Demnach war der Hauptgefreite, der zu den Fallschirmjägern im niedersächsischen Seedorf gehört, kürzlich zunächst für zwei Wochen krankgeschrieben worden. Danach sei er nicht mehr zum Dienst erschienen, heißt es nach „SZ“-Informationen in einer vertraulichen Meldung. Es fehle auch seine Gefechtsausrüstung mit Helm und Schutzweste, nicht aber sein Sturmgewehr und seine Dienstpistole.

Die Mängelliste der Bundeswehr

Kampfhubschrauber

Von den 31 TIGER-Kampfhubschraubern stehen dem Heer derzeit nur 10 zur Verfügung

Transporthubschrauber

Nur 8 von 33 NH90-Transporthubschrauber sind aktuell einsatzbereit

Kampfjets

Der sogenannte Buchbestand an EUROFIGHTER-Kampfjets liegt bei 109, davon sind theoretisch 74 verfügbar, aber nur 42 einsatzbereit.

Marine

Bei der Hubschrauberflotte der Marine sieht es besonders düster aus. Nur 3 von 15 Hubschraubern des Typs SEA KING könnten derzeit abheben. Bei den SEA LYNX sind es 4 von 18.

Fahrzeuge

Bei allem, was Räder hat, sieht es besser aus. Von den 180 gepanzerten BOXER-Transportfahrzeugen könnten aktuell nur 70 in einen Einsatz geschickt werden.

Die Ermittlungen hätten ergeben, dass sich der Mann wahrscheinlich in die Ukraine abgesetzt habe. Nach Aussage eines Zeugen, der mit ihm über Kurznachrichten Verbindung gehabt habe, habe er bereits gekämpft. Auf Fahnenflucht stehen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.

Derzeit laufen Prüfungen, ob auch die Bundeswehr im Osten der Ukraine eingesetzt wird. Zusammen mit Frankreich hat Deutschland der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ein Angebot unterbreitet, die geplante Mission zur Kontrolle der ukrainisch-russischen Grenze zu unterstützen. Dazu will Deutschland auch zwei Drohnen bereitstellen. Die Antwort der OSZE steht noch aus.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Vittorio Queri

16.10.2014, 13:35 Uhr

>> Fahnenflüchtiger soll in Ukraine kämpfen >>

Er macht ein kostenloses Praktika. Dies wiederum macht aus ihm einen kampferprobten Soldaten der Bundeswehr.

Die Flinten-Uschi wird dann stolz auf ihn sein.

Herr Teito Klein

16.10.2014, 17:25 Uhr

Fahnenflüchtiger Elitesoldat
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Ein fahnenflüchtiger Elitesoldat ist nach "Neurussland" geflohen und hat sich dort der "Volkswehr" angeschlossen um gegen die "Faschisten aus Kiew" zu kämpfen.
Er stammt aus der ehemaligen Sowjetunion und macht doch nur einen "Heimaturlaub".

Frau Margrit Steer

16.10.2014, 17:38 Uhr

Pr+fung ob die BW dort tätig wird?
Sidn die denn alle von der Rolle?
Also zum 3, Mal greift Deutschland en russ. Kontinent an
Ich fasse es nicht

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