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05.07.2014

03:26 Uhr

Verteidigungsministerin

Mehr Soldaten sollen in Teilzeit arbeiten

Wie erhöht man die Anzahl der Bundeswehrsoldaten, ohne mehr Posten zu schaffen? Verteidigungsministerin von der Leyen kennt die Lösung: mit Teilzeitstellen. Sie sollen sogar noch einen zweiten Zweck erfüllen.

Ein Rekrut auf dem Truppenübungsplatz: Verteidigungsministerin von der Leyen will mehr Möglichkeiten für Teilzeitarbeit in der Bundeswehr schaffen. dpa

Ein Rekrut auf dem Truppenübungsplatz: Verteidigungsministerin von der Leyen will mehr Möglichkeiten für Teilzeitarbeit in der Bundeswehr schaffen.

MünchenVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" bei der Bundeswehr Möglichkeiten für mehr Teilzeitarbeit schaffen.

Somit plane die Ministerin, die Anzahl der Bundeswehrsoldaten zu erhöhen, berichtete die Zeitung in ihrer Samstagsausgabe und berief sich dabei auch auf Äußerungen der Ministerin im Magazin "Die Bundeswehr". Diese Pläne beträfen demnach einen zentralen Punkt der Bundeswehrreform, mit der die Anzahl der Soldaten auf 185.000 reduziert werden soll.

Die Zeitung zitierte einen Sprecher des Ministeriums mit der Aussage, die Anzahl der Dienstposten solle gleich bleiben. Wenn aber Möglichkeiten für mehr Teilzeitarbeit geschaffen werden sollten, dann müssten sich entsprechend mehr Menschen um die bestehenden Aufgaben kümmern.

Auch zivile Mitarbeiter sollen Teilzeit arbeiten

Die Planungen bezögen sich auch auf die zivilen Mitarbeiter. Derzeit arbeiten nach Informationen der Zeitung rund tausend Soldaten und 10.000 Zivilbeschäftigte der Bundeswehr in Teilzeit.

Die Ministerin will mit einem Ende Mai vorgelegten Acht-Punkte-Plan dafür sorgen, dass die Bundeswehr, die seit der Abschaffung der Wehrpflicht auf freiwillige Bewerber angewiesen ist, als Arbeitgeber attraktiver wird. So soll eine Karriere bei der Bundeswehr künftig auch ohne häufige Standortwechsel möglich sein, die Arbeitsumgebung und Unterbringung der Soldaten soll moderner, die Bundeswehr insgesamt familienfreundlicher werden.

Von

afp

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