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18.01.2017

14:53 Uhr

Verteidigungsministerium

Deutschland steigert Rüstungsausgaben

Deutschland hat seine Rüstungsausgaben 2016 um mehr als zehn Prozent erhöht. Die Investitionen wuchsen auf 5,1 Milliarden Euro an. In diesem Jahr sollen die Ausgaben für die Bundeswehr sogar noch weiter steigen.

Der Schrumpfkurs nach dem Ende des Kalten Krieges ist vorbei. dpa

Bundeswehr

Der Schrumpfkurs nach dem Ende des Kalten Krieges ist vorbei.

BerlinDeutschland hat seine Rüstungsausgaben im vergangenen Jahr um mehr als zehn Prozent gesteigert. Die Investitionen in Waffen, Munition, anderes Militärmaterial sowie Forschung und Entwicklung in dem Bereich seien 2016 gegenüber dem Vorjahr um 500 Millionen Euro auf 5,1 Milliarden Euro gewachsen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin. Der Wehretat insgesamt vergrößerte sich danach um 1,1 Milliarden Euro auf 35,1 Milliarden Euro.

Dieses Jahr sollen die Ausgaben für die Bundeswehr sogar einen noch deutlicheren Sprung nach oben machen und damit endgültig die Trendwende nach Jahren des Schrumpfens nach dem Ende des Kalten Krieges schaffen: Der Haushalt 2017 sieht Investitionen von 37 Milliarden Euro in die Armee vor, knapp zwei Milliarden mehr als im vergangenen Jahr.

Mit einer Steigerung von 5,4 Prozent legt der Wehretat damit wesentlich stärker zu als der Gesamthaushalt des Bundes. Deutschland verfehlt so zwar immer noch das gemeinsame Ziel der Nato-Staaten, zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für die Verteidigung auszugeben, es rückt ihm aber näher: Der Anteil wächst 2017 auf 1,22 Prozent nach 1,19 Prozent im vergangenen Jahr.

Derzeit erreichen die meisten Nato-Staaten das Zwei-Prozent-Ziel nicht. Seit Beginn der Ukraine-Krise und der Abkühlung der Beziehungen zu Russland haben jedoch etliche Bündnispartner ebenso wie Deutschland damit begonnen, ihre Wehretats wieder zu erhöhen. Mit der Amtsübernahme des künftigen US-Präsidenten Donald Trump dürfte der Druck hierzu deutlich steigen: Er hat Grundpfeiler der Militärallianz wie die gegenseitige Beistandsverpflichtung infrage gestellt, falls die Bündnispartner nicht mehr für ihre Verteidigung ausgeben.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

19.01.2017, 15:55 Uhr

Für Kriege im Ausland hat Frau Merkel Geld. Aber die Armut will Frau Merkel in Deutschland für Deutsche nicht bekämpfen, obwohl wir reich sind, lt. Hr. Gauck!

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