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14.11.2012

14:42 Uhr

Verwaltungsgericht

Entscheidung über Dr. Koch-Mehrin vertagt

Wurde Silvana Koch-Mehrin der Doktorgrad zurecht entzogen – oder sind die 120 angeblich abgeschriebenen Textstellen doch keine schwerwiegenden Plagiate? Wegen eines Verfahrensfehlers fällt das Urteil erst in zwei Wochen.

Noch hat das Gericht nicht über Silvana Koch-Mehrin geurteilt. dpa

Noch hat das Gericht nicht über Silvana Koch-Mehrin geurteilt.

KarlsruheDas Verwaltungsgericht Karlsruhe hat die Entscheidung darüber vertagt, ob die Universität Heidelberg der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin den Doktortitel zu Unrecht entzogen hat. Der Anwalt der FDP-Politikerin machte am Mittwoch vor dem Gericht vor allem Verfahrensfehler geltend. So zweifelt er an der Zuständigkeit des Promotionsausschusses, der Koch-Mehrin den Doktorgrad im Juni 2011 entzogen hat. Eine Prüfung ihrer Dissertation durch die Universität hatte ergeben, dass sie „in substanziellen Teilen aus Plagiaten besteht“. Auf rund 80 Textseiten der Dissertation finden sich über 120 Stellen, die nach Bewertung des Promotionsausschusses als Plagiate zu klassifizieren seien.

In der mündlichen Verhandlung am Mittwoch räumte Koch-Mehrins Anwalt zwar „Mängel an Quellennachweisen“ ein; diese seien jedoch bereits bei der Anerkennung als Dissertation bekanntgewesen. „Die Frage ist, ob dies den wissenschaftlichen Gehalt der Arbeit so wesentlich berührt“, sagte Rechtsanwalt Christian Birnbaum. Koch-Mehrin habe in ihrer Arbeit „ein paar Sachen herausgefunden, die vor ihr keiner rausgefunden hat“. Koch-Mehrin war selbst nicht zu der Verhandlung erschienen.

Universität und Klägerin haben nun zwei Wochen Zeit, schriftlich zu drei offenen verfahrenstechnischen Fragen Stellung zu nehmen. Unter anderem geht es um den Ablauf der Wahl des Promotionsausschusses. Die Kammer wird daraufhin ohne weitere mündliche Verhandlung entscheiden.

Kommentare (6)

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svebes

14.11.2012, 15:04 Uhr

. . . Koch-Mehrin war selbst nicht zu der Verhandlung erschienen. War die gute Sivana zu beschäftigt in Brüssel, oder wollte sie sich die Anwesenheitsspesen dort nicht entgehen lassen, oder gabs wichtige Treffen mit der Lobby? Dieser Typus muss zwingend ganz schnell aus Brüssel, aus der Politik und ganz wichtig, aus dem Überversorgungsdschungel der Politik entfernt werden.

Account gelöscht!

15.11.2012, 10:38 Uhr

@ svebes,
die Forderung mag berechtigt sein. Eine Umsetzung ist jedoch unmöglich; weil -konsequent angewand- kaum eine Regierung und Opposition, mangels Personal, noch handlungsfähig wäre.

BellaFigura

29.11.2012, 12:59 Uhr

dass diese Hohldrossel auch noch einen Anwalt findet der sie vertritt ist wohl ein Witz
Herr Bierbaum muß es wohl sehr nötig haben

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