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29.01.2005

10:58 Uhr

Viele ausländische Jugendliche ohne Abschluss

DIHK will in Moscheen über Ausbildungsmöglichkeiten informieren

Der DIHK will in Zukunft auch in Moscheen für mehr Ausbildungsplätze werben. Verbandspräsident Ludwig Georg Braun will damit die Zahl der Jugendlichen ohne Abschluss deutlich reduzieren.

HB BERLIN. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) will die deutsche moslemische Gemeinde über die Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland informieren. Das berichtete die Zeitung «Die Welt» am Samstag. Demnach sollen die rund 1550 Imame und geistlichen Vorsitzenden von Moscheen in Zukunft bei den Freitagsgebeten die moslemischen Besucher von dem Nutzen einer guten Ausbildung überzeugen.

Den Angaben zufolge sollen die Industrie- und Handelskammern zusammen mit türkischen Betrieben die Imame auf diese Aufgabe mittels Schulungen vorbereiten. Ein wichtiges Ziel des Ausbildungspaktes sei es, besser ausgebildete Schulabgänger zu bekommen und die Zahl der Jugendlichen ohne Abschluss deutlich zu reduzieren, sagte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun der Zeitung. «Dabei muss ein besonderes Augenmerk auf den Migrantenkindern liegen», fügte er hinzu.

Die Aktion, die Anfang April starten soll, werde von Braun, dem Chef der türkisch-deutschen Handelskammern, Kemal Sahin, und Bundesbildungsministern Edelgard Bulmahn (SPD) eröffnet.

Die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss ist bei ausländischen Jugendlichen laut DIHK deutlich höher als bei Deutschen. Im Schuljahr 2002/2003 beendeten 22,6 Prozent der männlichen und 15,4 Prozent der weiblichen jungen Ausländer die Schule ohne Abschluss. Bei den männlichen deutschen Schülern lag der Anteil bei elf Prozent und bei den Mädchen bei 6,6 Prozent.

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