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09.01.2014

15:52 Uhr

Volker Bartz

AfD-Politiker räumt falsche Titel ein

Noch vergangene Woche hat der AfD-Politiker Bartz betont, seine akademischen Titel rechtmäßig erworben zu haben. Jetzt räumt der abgesetzte Landesvorsitzende Hessens ein – er sei „wohl einem Betrüger“ aufgesessen.

Volker Bartz: Parteichef Bernd Lucke hat ihn als „Hochstapler und Titelbetrüger“ bezeichnet. dpa

Volker Bartz: Parteichef Bernd Lucke hat ihn als „Hochstapler und Titelbetrüger“ bezeichnet.

Frankfurt/MainBei der Alternative für Deutschland (AfD) knirscht es – und in Hessen besonders laut. Zwei Tage vor dem Landesparteitag der eurokritischen Partei in Gießen räumte der seines Amtes enthobene Landesvorsitzende Volker Bartz erstmals ein, dass er seine akademischen Titel als Professor und Doktor zu Unrecht geführt hat. Er sei „wohl einem Betrüger“ in Osteuropa aufgesessen.

Bartz war erst am 15. Dezember zu einem von drei Sprechern der AfD in Hessen gewählt worden. Noch am 2. Januar hatte er in Interviews betont, dass er seine Titel – Dr. der Universität Warschau und Prof. hc der Universität Sofia – rechtmäßig erworben habe. Der Bundesvorstand der AfD hatte Bartz seines Amtes enthoben und ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet. Parteichef Bernd Lucke hatte ihn als „Hochstapler und Titelbetrüger“ bezeichnet.

Kurz vor Weihnachten hatte der AfD-Bundesvorstand auch den hessischen Landes-Schatzmeister Peter Ziemann seines Amtes enthoben. Diesem werden rechtsextreme Äußerungen vorgeworfen.

Von

dpa

Kommentare (21)

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Account gelöscht!

09.01.2014, 16:00 Uhr

Schau an, die AfD bleibt sich treu - wie schön.

Vorbild-AfD

09.01.2014, 16:11 Uhr

Prof. Lucke und die AfD haben mal wieder alles richtig gemacht, auch und vor allem zugunsten der weiteren Entwicklung der AfD.

Aber was wurde in den Medien nicht wieder an Hohn, Spott und Falschmeldungen lanciert. Hier bildet sich eine neue politische Kraft, die es von Anfang an besser macht als die anderen und die vor allem ihre Ansagen auch erfüllt. Kein Platz für Rechtsradikale und Betrüger ... im Gegensatz zu den etablierten Parteien, bei denen Titel-Betrüger und sonstige Kriminelle - wenn überhaupt - nur und erst durch äußeren Druck auf den rechten Weg gebracht werden müssen (s. Wulf, Guttenberg, Schavan, etc pp.).

Weiter so AfD, 2014 heisst es mutig und entschlossen ins Europaparlament und in einige Landesparlamente ein zu ziehen, um endlich Glaubwürdigkeit auch in die Parlamente zurück zu bringen.

Benno

09.01.2014, 16:43 Uhr

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