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28.09.2013

12:36 Uhr

Volkswirte

Sinkende Arbeitslosigkeit im September erwartet

Die Sommerpause geht zu Ende, die Betriebe fahren ihre Produktion wieder hoch. Beste Zeiten für den Arbeitsmarkt. Volkswirte erwarten durch den Nachholeffekt sinkende Arbeitslosenzahlen.

Die Vermittlung von Arbeitslosen in neue Berufe dürfte den Arbeitsagenturen im September leichter fallen. dpa

Die Vermittlung von Arbeitslosen in neue Berufe dürfte den Arbeitsagenturen im September leichter fallen.

NürnbergDie nach der Sommerpause übliche Einstellungswelle hat die Arbeitslosigkeit in Deutschland nach Experteneinschätzung im September kräftig sinken lassen. Insgesamt seien zum Herbstbeginn 2,816 Millionen Männer und Frauen arbeitslos gewesen, sagten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf eigene Berechnungen. Dies wären rund 130 000 weniger als im August, aber gut 25 000 mehr als vor einem Jahr. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) an diesem Dienstag (1. Oktober) bekanntgeben.

Unterschiedlich bewerten die Volkswirte derweil die derzeitige Schubkraft der Konjunktur. Während einige von einer weiterhin „hohen Zurückhaltung“ bei der Einstellung neuer Arbeitskräfte sprechen, sehen andere erste Hinweise, dass neue Arbeitsplätze entstünden. Allerdings profitierten davon nicht immer Arbeitslose. Neu geschaffene Stellen würden seit einigen Monaten verstärkt mit gut ausgebildeten Arbeitskräften aus Süd- und Osteuropa besetzt. Auf diese Entwicklung hatte am Freitag bereits das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in seiner Jahresprognose für 2014 hingewiesen.

Eher zurückhaltend fällt die aktuelle Arbeitsmarkt-Einschätzung bei Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld aus. „Wir stellen weiterhin eine hohe Zurückhaltung der Unternehmen bei Investitionen fest“, betont der Arbeitsmarktexperte. „Ich mache das an der Staatsschuldenkrise fest. Dieser Effekt überlagert auch die saisonale Belebung“, ist Tuchtfeld überzeugt. Er geht dennoch von einem leichten Abbau der Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten aus.

Etwas optimistischer beurteilt Allianz-Volkswirt Rolf Schneider die aktuelle Konjunktur- und Arbeitsmarktlage: „Es ist zu erkennen, dass sich die Konjunktur belebt“, betont er. Das bestätigten auch jüngste Unternehmerumfragen. Auch bei Investitionen sei die deutsche Wirtschaft inzwischen breit aufgefächert. „Es gibt größere Impulse vom Export. Dem Bau geht es eh' gut. Und auch die schwierigste Komponente, die Ausrüstungsinvestitionen, dürfte sich wieder etwas mehr beleben“, so Schneider. Erste Konjunktur-Impulse verzeichnet auch Deutsche-Bank-Volkswirt Heiko Peters, mit Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt rechnet er aber erst gegen Jahresende.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

28.09.2013, 14:00 Uhr

wenn 2 Arbeiter sich eine Teilzeit Stelle Teilen, dann ja..

Arbeit_fuer-DEUTSCHE

28.09.2013, 14:57 Uhr

„Neu geschaffene Stellen würden seit einigen Monaten verstärkt mit gut ausgebildeten Arbeitskräften aus Süd- und Osteuropa besetzt.“
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Genau das ist das Problem!
Man holt Ausländer ins Land, anstatt deutsche Arbeitslose zu qualifizieren. Es gibt unter den 3 Millionen Arbeitslosen mind. 500.000 welche intellektuell und von Ihrer bisherigen Vita und Ausbildung durchaus wieder auf dem 1. Arbeitsmarkt Fuß fassen würden, wenn man sie nur liese.
Also, erstmal Deutsche wieder arbeiten lassen, bevor man Ausländer ins Land lässt, welche dann durch Lohndumping den deutschen Arbeitsmarkt endgültig zerstören. Ihr Unternehmer habt verdammt noch mal auch eine Verantwortung für eure Landsleute! Es geht nicht nur um Charts, Statistiken, Profitmaximierung und Wachstumsraten, es geht hier um Menschen, die in ihrem Land, nämlich Deutschland arbeiten wollen. Nein, und es ist nicht alles sozial was Arbeit schafft. Diese menschen wollen arbeiten, aber eben nicht für 7,50 € brutto die Stunde, bei miesesten Jobangeboten und stupiden Arbeitsbeschäftigungen.

OleLakshmiMuellerSchabrunski

28.09.2013, 16:40 Uhr

Beschäftigungsboom im Werksvertragssektor. Was machen jetz eigentlich die Lohnzuhälter aus der sog. "Zeitarbeit"?

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