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03.09.2016

15:12 Uhr

Von Brüssel in die Bundespolitik

Martin Schulz denkt offenbar über Wechsel nach Berlin nach

Bereitet Martin Schulz einen Wechsel in die Bundespolitik vor? Einem „Spiegel“-Bericht zufolge liebäugelt der SPD-Politiker mit einem Engagement in Berlin, sollte er nicht weiter EU-Parlamentspräsident bleiben.

Der EU-Parlamentspräsident erwägt offenbar einen Tapetenwechsel, sollte er nicht im Amt bleiben. dpa

Martin Schulz

Der EU-Parlamentspräsident erwägt offenbar einen Tapetenwechsel, sollte er nicht im Amt bleiben.

DüsseldorfImmer wieder wurde zuletzt über ein Engagement von Martin Schulz (SPD) in Deutschland diskutiert. Nun bekommen die Gerüchte weiteres Futter: Einem Bericht zufolge denkt der EU-Parlamentspräsident über einen Wechsel in die Bundespolitik nach.

Wie das Magazin „Spiegel“ berichtet, forciere Schulz einen Tapetenwechsel, sollte er nicht weiter das Präsidentenamt ausüben können. Eine entsprechende Entscheidung hierüber wird in den kommenden Wochen erwartet. Falls nicht, wolle Schulz das Kapitel der Europapolitik schließen und nach Berlin wechseln – laut „Spiegel“ unabhängig davon, ob der 60-Jährige als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl im kommenden Jahr geht.

Sollte er im kommenden Jahr für den Bundestag kandidieren, werde ihm sein Landesverband Nordrhein-Westfalen den sicheren Listenplatz eins zugestehen, meldet das Blatt in seiner jüngsten Ausgabe. Die NRW-SPD wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Man beteilige sich auch nicht an Spekulationen, sagte ein Sprecher am Samstag

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Das Amt des EU-Parlamentspräsidenten hat der SPD-Politiker seit knapp zwei Jahren inne. Ursprünglich sollte diese Position nach dieser Zeit neu besetzt werden – in Brüssel möchte man Schulz allerdings im Amt halten. Sogar EU-Kommissionspräsident Juncker setzt sich für Schulz ein. Im Interview mit der „Rheinischen Post“ (Samstag) erklärte Schulz: „Ich bin zu Stabilität und Kontinuität in Brüssel bereit.“

Sollte Schulz tatsächlich nach Berlin wechseln, wäre die Diskussion um die Kanzlerkandidatur bei der SPD neu entfacht. Ob der derzeitige Parteichef Sigmar Gabriel letztlich in den Wahlkampf zieht, scheint dieser Tage ungewisser denn je. Auch in der K-Frage soll bei der SPD zeitnah Klarheit herrschen.

Von

leo

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