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06.02.2014

06:49 Uhr

Von der Leyen in Afrika

Stippvisite bei der Truppe

Auf Afghanistan folgt Afrika: Verteidigungsministerin von der Leyen reist ins unruhige Mali. In das Land sollen weitere Soldaten entsendet werden. Die Bundeswehr sieht sie trotz neuer Aufgaben nicht als überlastet an.

Truppen-Besuch

Von der Leyen besucht deutsche Soldaten in Senegal

Truppen-Besuch: Von der Leyen besucht deutsche Soldaten in Senegal

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DakarEinen Tag nach dem Kabinettsbeschluss über die Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Mali ist Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in dem westafrikanischen Land eingetroffen. In der Hauptstadt Bamako wollte sie am Donnerstag zunächst Gespräche mit Verteidigungsminister Soumeylou Boubeye Maiga und Präsident Ibrahim Boubacar Keita führen.

Anschließend war ein Besuch der deutschen Soldaten im EU-Ausbildungscamp Koulikoro, 60 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt geplant. Rund 100 Bundeswehrsoldaten trainieren dort Pioniere der malischen Armee.

Islamistische Rebellen hatten den Norden des Wüstenstaats Anfang 2012 unter ihre Kontrolle gebracht. Durch eine Intervention französischer und afrikanischer Truppen wurden sie weitgehend zurückgedrängt. Militante Islamisten begehen aber immer wieder Anschläge.

Das Kabinett hatte am Mittwoch beschlossen, die Obergrenze für die Ausbildungstruppe in Mali von 180 auf 250 Soldaten anzuheben. Daneben leistet die Bundeswehr mit drei Transportflugzeugen logistische Unterstützung für den Stabilisierungseinsatz afrikanischer Truppen im Norden des Landes. Dafür sind derzeit 80 Soldaten in Mali und im Senegal stationiert.

In der senegalesischen Hauptstadt Dakar hatte von der Leyen ihre Afrika-Reise am Mittwoch begonnen. Während des Besuchs der dort stationierten deutschen Soldaten wies sie Spekulationen zurück, die Bundeswehr könne wegen der Ausweitung des Afrika-Engagements schnell an die Grenze der Belastbarkeit kommen. „Es hat Zeiten gegeben, da waren 11 000 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Zurzeit sind 5000 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, da der Afghanistan-Einsatz sich dem Ende zuneigt“, sagte sie. „Von der Kapazität seitens der Soldatinnen und Soldaten ist dies durchaus ohne weiteres machbar.“

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hellmut Königshaus, hatte mehrfach erklärt, dass er die Grenzen der Belastbarkeit bei der Bundeswehr zumindest in einigen Bereichen für erreicht halte.

Nach einem Gespräch mit dem senegalesischen Verteidigungsminister Augustin Tine sagte von der Leyen, die Sicherheitslage in Mali sei ihr als beherrschbar und stabil geschildert worden. Aber die Terroristen seien noch nicht entwaffnet. „Ein Gefahrenpotenzial ist durchaus noch da“, sagte sie. „Wir müssen wachsam bleiben und zurückdrängen heißt nicht, dass das Problem gelöst ist.“

Die Afrika-Reise ist der zweite Truppenbesuch von der Leyens im Ausland. Kurz vor Weihnachten war sie in Afghanistan.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Der_Henker

06.02.2014, 09:59 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

luerner

06.02.2014, 12:08 Uhr

Die Bundeswehr hat außerhalb Deutschlands und der NATO-Länder nichts zu suchen. Es ist klarer Rechtsbruch unseres GG. Warum reist diese Rechtsbrecherin durch die Welt? Die deutsche Großkotzigkeit ist nicht mehr zu überbieten. Das gilt auch für Gauck und Steinmeier. Es wird klar am Volk vorbei regiert. Die Bürger wollen diese verrückten Einsätze nicht, die Steuerverschwendung bedeuten.

Kanone

06.02.2014, 12:20 Uhr

Zitat : „Ein Gefahrenpotenzial ist durchaus noch da“, sagte sie. „Wir müssen wachsam bleiben und zurückdrängen heißt nicht, dass das Problem gelöst ist.“

- die Flinten-Uschi muss generell wachsam bleiben.....die Kitas in Afrika werden Erschwerniszulagen wegen Hitze benötigen.

Und sie sollte uns so langsam auch erklären, ob es ausreichend ist in Teilzeit das Abenteuer in Mali einzugehen oder ob wir unsere Jungs in Vollzeit dort beschäftigen müssen.

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