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07.06.2012

16:09 Uhr

Von EU-Regierungschef

Kritik an Merkels Forderung nach EU-Reform

ExklusivDer Präsident des Europaparlaments Martin Schulz (SPD) hat das Euro-Krisenmanagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert. Man brauche jetzt konkrete Maßnahmen, um Wachstum zu fördern, so Schulz.

Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz (SPD). AFP

Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz (SPD).

Brüssel"Natürlich ist es begrüßenswert, sich Gedanken über eine weitere Vertiefung der europäischen Integration zu machen. Gedankenspiele und Arbeitsaufträge zum Ausbau der politischen Union tragen aber nicht zur Lösung der aktuellen Probleme in der EU bei", sagte Schulz dem Handelsblatt (Freitagsausgabe). "Was wir jetzt brauchen, sind konkrete Maßnahmen zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung, zur Eindämmung unverantwortlicher Spekulation sowie eine Finanztransaktionssteuer. Dies alles hat Vorrang vor allen noch so wünschenswerten Zukunftsideen", fügte Schulz hinzu.

Der EU-Regierungschefs würden sich Ende Juni "bereits schätzungsweise zum 25. Mal seit dem Ausbruch der Finanzkrise vor mehr als drei Jahren" treffen und müssten jetzt  "endlich liefern".   Die drei EU-Institutionen - Rat, Parlament und Kommission - sollten einen Pakt schließen, um damit "in den nächsten 12 Monaten alle kurzfristig verfügbaren Instrumente zu nutzen, die Wachstum stimulieren, Beschäftigung schaffen, die Kreditklemme beheben und Steuergerechtigkeit schaffen."

Kommentare (19)

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Jupp

07.06.2012, 16:41 Uhr

O Gott, schütze uns von den Obersozialisten aus dem Brüsseler Politbüro und der Strassburger Volkskammer!

Tabu

07.06.2012, 16:42 Uhr

Kritik an Merkels Forderung nach EU-Reform

"Was wir jetzt brauchen, sind konkrete Maßnahmen zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung"
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Und was soll Angela da machen? Spaniens Wirtschaft
liegt wie Griechenlands am Boden,naja fast und die
hohe Jugendarbeitslosigkeit dort,kann sie ja auch
nicht abbauen.Tun denn diese Länder garnichts mehr
produktives..
Wieso muß die Lösung aus Berlin kommen..Man kann nur
versuchen,jeden mit ins Boot zu holen um auch andere
zur Kasse zu bitten..Aufbau Süd war nicht vorgesehen.
Und der Schulz,ist Europas Darmprolaps..

Account gelöscht!

07.06.2012, 16:45 Uhr

Würde ich jetzt strategisch denken wollen, würde ich darauf kommen, Frau Merkel will man ein bischen Luft aus der Finanzblase nehmen. Würde man dort ein bischen mehr bohren, käme man vielleicht auch darauf, das Deutschland gar kein Interesse haben kann, das sich die anderen Länder erholen, oder aufholen. Würden nämlich die Zinsen für deutsche Anleihen nur ein Prozent hochgehen, wäre der ganze eigene Staatshaushalt noch mehr auf tönernden Füßen, auf dem dieser sowieso schon steht. Die 7 Millionen Aufstocker, die nicht in der Statistik als Arbeitslose stehen, könnten so ganz schnell in eine andere Statistik transferiert werden müssen.
Die Tendenz mal eben noch mehr Schulden zu machen, und den anderen Ländern einen destruktiven Sparkurs aufzuzwingen, statt den eigenen Einfluß zu nutzen, um Schattenbanken, Spekulanten und Leerverkäufe einzudämmen, und dann mehr Kompetenzen an Europa zu diskutieren.
Hm, aber ich denke ja nicht strategisch, nein tue ich nicht :).

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