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12.04.2017

16:32 Uhr

Von London nach Deutschland

Bundesregierung ringt um EU-Bankenaufsicht

Sowohl die Europäische Bankenaufsicht als auch die EU-Arzneimittelagentur befindet sich zurzeit in London. Durch den Brexit werden die Institutionen umziehen müssen. Deutschland wirbt für seine Standorte.

Der Londoner Finanzdistrikt steht vor dem Umbruch. Reuters, Sascha Rheker

Canary Wharf

Der Londoner Finanzdistrikt steht vor dem Umbruch.

BerlinDie Bundesregierung wirft ihren Hut in den Ring, um die Europäische Bankenaufsicht EBA und die Europäische Arzneimittelagentur EMA für Deutschland zu gewinnen. Beide Institutionen haben derzeit ihren Sitz in London und werden mit dem Brexit in einen EU-Mitgliedsstaat umziehen müssen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. „Die Bewerbung für die EBA-Bankenaufsichtsbehörde steht fest“, sagte er. Jene für die EMA solle nun „zeitnah“ ausgestaltet werden. Dazu müssten noch letzte Gespräche geführt werden.

Für die EBA erachtet die Regierung Frankfurt als geeigneten Standort. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte jüngst mit einem Argumentationspapier für seine Kabinettskollegen dafür geworben. Er sieht für die Mainmetropole mit der Kombination von Banken sowie nationalen und europäischen Finanzinstitutionen, wie der Europäischen Zentralbank, einen Vorteil gegenüber EU-Konkurrenten wie Paris oder Dublin. Außerdem gebe es in Frankfurt geeignetes Fachpersonal und interessante Immobilien, hatte „Der Spiegel“ aus dem Papier zitiert.

Für die Arzneimittelagentur EMA gibt es in Deutschland eine ganze Reihe von Städten und Regionen, die schon Interesse gezeigt haben. Darunter sind Hannover, Berlin und Bonn. Aber auch andere Länder buhlen um den EMA-Sitz, etwa Österreich und Frankreich.

Von

rtr

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