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16.06.2012

13:15 Uhr

Vor Bundestagsentscheid

Kleiner SPD-Parteitag berät über Fiskalpakt

Regierung und Opposition wollen noch vor der Sommerpause über den europäischen Fiskalpakt entscheiden. Zuvor berät der neu gegründete SPD-Parteikonvent noch einmal intern über die Verhandlungsstrategie mit der Koalition.

Glaubt an einen konstruktiven Dialog mit der Koalition: Andrea Nahles dpa

Glaubt an einen konstruktiven Dialog mit der Koalition: Andrea Nahles

BerlinIn der Berliner SPD-Zentrale ist am Samstag zum ersten Mal der neue Parteikonvent zusammengekommen. Der im Zuge der Parteireform eingerichtete Konvent ist das höchste Beschlussgremium zwischen den Parteitagen. Ihm gehören 200 gewählte Delegierte aus den Bezirken sowie der SPD-Vorstand an. Ein Schwerpunkt der nichtöffentlichen Beratungen ist der europäische Fiskalpakt.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles betonte am Rande der Beratungen im Willy-Brandt-Haus, dass sie mit einem offenen, konstruktiven Dialog über den Pakt für strenge Schuldenbremsen im Europa rechne. „Ich glaube nicht, dass es viel Gegenwind gibt, sondern viele Fragen, die auch die Zukunft Europas adressieren“, sagte sie mit Blick auf das Projekt von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und 24 weiteren der 27 EU-Staaten. Die SPD-Spitze befürwortet es, möchte es aber ergänzt wissen. Die Koalition braucht für die erforderliche Zweidrittelmehrheit im Bundestag Stimmen der Opposition.

Konkretisiert werden müsse, was für mehr Wachstum in Europa getan werden könne, bekräftigte Nahles. Es sei zudem das Verdienst der SPD, dass nun auch Union und FDP eine Besteuerung der Finanzmärkte mittragen wollten. Die Euro-Schuldenkrise werde weiter dominant bleiben. „Ich glaube nicht, dass das Thema Europa in den nächsten Monaten von der politischen Landkarte verschwinden wird.“

Auch die Bundesländer haben beim Fiskalpakt noch Bedenken. Dies werde sicher in den Diskussionen mit den anwesenden Länder- und Kommunalvertretern der SPD eine Rolle spielen, sagte Nahles. „Sie wollen natürlich wissen, ob der Fiskalpakt ihre finanziellen Handlungsspielräume einengen wird.“ Ein Scheitern wolle aber niemand. „Das wäre desaströs als Signal für Europa“, so Nahles.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Diplom.Volkswirt

16.06.2012, 13:41 Uhr

Im-Notfall-koennte-Griechenland-selber-Euros-drucken !!!!

Bevor ihr weiter kommentiert, sollet ihr lieber erst einmal den heutigen Artikel der "Welt"lesen: http://www.welt.de/wirtschaft/article106609236/Im-Notfall-koennte-Griechenland-selber-Euros-drucken.html


Robert_Maynard

16.06.2012, 13:45 Uhr

Gute Analyse zum Fiskalpakt: "Der Fiskalpakt stellt weder die Einführung der Schuldenbremse ins nationale Recht noch deren Anwendung sicher. Insbesondere haben die anderen Vertragsstaaten keine Handhabe, falls sich einzelne Regierungen nicht an die Vorgaben der eigenen Schuldenbremse halten." Hier sollen mal wieder Beruhigungspillen verabreicht werden. Zu finden unter http://www.cep.eu/analysen-zur-eu-politik/wirtschafts-und-stabilitaetspolitik/fiskalpakt/

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