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07.09.2013

15:30 Uhr

Vor Bundestagswahl

Unternehmen fordern niedrigere Steuerabgaben

Deutschlands Unternehmen beschweren sich über die hohe Abgabenlast. In der „Welt am Sonntag“ kritisieren Unternehmensvertreter die Wahlkampfforderungen der Opposition und fordern ein Umdenken in der Energiepolitik.

Karl-Ludwig Kley, Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie, meldet sich in der „Welt am Sonntag“ zu Wort. dpa

Karl-Ludwig Kley, Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie, meldet sich in der „Welt am Sonntag“ zu Wort.

BerlinDie Unternehmen in Deutschland klagen vor der Bundestagswahl über eine zu hohe Steuerbelastung. Einer Untersuchung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) zufolge weist die Bundesrepublik mit 28,2 Prozent von 21 untersuchten Ländern die fünfthöchste tatsächliche Steuerbelastung für Firmen auf. Das berichtet die „Welt am Sonntag“, der die Studie von BDI und dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) vorliegt.

Demnach darf sich der Fiskus in den kommenden Jahren auf sprudelnde Einnahmen aus Unternehmenssteuern freuen: Sie werden laut der Untersuchung zwischen 2012 und 2017 um fast 20 Prozent auf 134 Milliarden Euro steigen.

„Es ist doch grotesk, dass in Zeiten von Rekord-Steuereinnahmen nicht über das staatliche Ausgabenproblem diskutiert wird, sondern über die Einführung von Vermögensteuern oder eine höhere Erbschaftsteuer“, sagte VCI-Präsident Karl-Ludwig Kley mit Blick auf Wahlkampfforderungen von Oppositionsparteien im Bundestag.

Kley kritisierte auch den Anstieg der Energiekosten: Die Abgaben und Steuern für Strom hätten sich seit 2001 fast vervierfacht. „Wenn wir nicht wollen, dass in vielen Betrieben die Lichter ausgehen, ist ein Umsteuern in der Energiepolitik dringend geboten.“

 

Von

dpa

Kommentare (6)

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RDA

07.09.2013, 16:31 Uhr

Wieso fordern die Unternehmen niedrigere Steuerabgaben? Der Anteil der Unternehmensteuern an der gesamten STeuerquote ist doch schon auf homöopathischem Niveau angelangt. Die "Lohnnebenkosten" werden auch im Jahrestakt weiter gesenkt, indem immer mehr Vorsorgeaufwendungen privatisiert werden und allein von den Arbeitnehmern zu bezahlen sind.
Was Unternehmen brauchen, sind tatsächlich höhere Steuerfreibeträge, die insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen nützen. Im Gegenzug müssen aber Steuerschlupflöcher endlich geschlossen werden, z.B. der Betriebsausgabenabzug für Lizenzgebühren, wenn diese im Empfängerland nicht mit mindestens 25% besteuert werden. Außerdem muss der Verlustvortrag auf max. 5 Jahre begrenzt werden.

ff1

07.09.2013, 19:14 Uhr

Alles halb so schlimm...
Die Steuern bringen euch nicht um, genau so wenig wie sie den ärmsten Umbringen, nur mit dem Unterschied, dass die wirklich schlecht dran sind!
Platz 4 für Deutschland im Ranking des Weltwirtschaftsforums für die Wettbewerbsfähigkeit da ist doch noch Luft nach oben... ja, die Steuern sind hoch.
Wir müssen ja nicht einer Meinung sein, liebe Wirtschaftsbosse, aber wenn es nach mir geht, sollte ihr euer Beitrag zur Gesellschaft deutlich höher ausfallen.

Nachwuchs

07.09.2013, 19:53 Uhr

Die Bürger protestieren über die enorme Steuerbelastungen, die nur noch Bürger zahlen müssen. Die Politiker müssen endlich auf 99% Ihrer Einkommen verzichten und ihre vorsätzlich Fehlern allein bezahlen! Warum sind Sie von der Haftung befreit? Warum wollen Sie keine Zahlungen von den griechischen Poltikern? Erghalten unsere Politiekr von denen auf Ihr Privatkonto Schmiergeldzahlungen, wie man vermuten muss????

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