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05.03.2012

19:35 Uhr

Vor der Tarifrunde

Azubi-Verträge werden wohl zum Zankapfel

Vor dem Start der Tarifrunde bekräftigen IG Metall und Arbeitgeber ihre gegensätzlichen Positionen. Gerade die Gewerkschaftsforderung nach unbefristeten Verträgen für fertige Azubis könnte ein Hauptstreitthema werden.

In gleich drei Bezirken starten am Dienstag die Tarifverhandlungen für die Metallindustrie. dpa

In gleich drei Bezirken starten am Dienstag die Tarifverhandlungen für die Metallindustrie.

StuttgartUnmittelbar vor dem Start der Tarifrunde in der Metallindustrie haben Gewerkschaft und Arbeitgeber noch einmal ihre völlig gegensätzlichen Positionen untermauert. Mit frischen Umfragen unter ihren Mitgliedern bekräftigten die zwei Tarifparteien am Montag ihre Argumente.

In gleich drei Bezirken, darunter in Baden-Württemberg, starten am Dienstag die Tarifverhandlungen für die Schlüsselindustrie. Die IG Metall will neben 6,5 Prozent mehr Geld auch eine generell unbefristete Übernahme für alle Lehrlinge und mehr Mitspracherecht bei der umstrittenen Leiharbeit. Mit einem ersten Angebot der Arbeitgeber ist für diesen Dienstag nicht zu rechnen.

Als entscheidender Knackpunkt kristallisiert sich immer mehr die Forderung nach unbefristeten Verträgen für fertige Azubis heraus. Nur etwa jeder zweite Auszubildende (55 Prozent) habe derzeit Aussicht auf eine dauerhafte Festanstellung, teilte die Gewerkschaft als Ergebnis einer eigenen repräsentativen Studie in den tarifgebundenen Betrieben mit.

Die Gegenseite lehnt die Übernahmeforderung weiterhin ab. „Ich halte das für einen Ausbildungskiller par excellence“, sagte der Südwestmetall-Vorsitzende Rainer Dulger am Montag in Stuttgart. Laut der am selben Tag vorgestellten Studie unter Südwestmetall-Betrieben drohen zehn bis 15 Prozent der Lehrstellen wegzufallen, sollte sich die IG Metall durchsetzen. Dulger hält auch den Wunsch nach Einschnitten in der Leiharbeit für falsch. Die IG Metall hält dagegen, dass die Leiharbeit vor allem ein Kostendrücker sei, der Jobs zweiter Klasse schaffe.

Von

dpa

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