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22.05.2017

12:05 Uhr

Vor Evangelischem Kirchentag

Gabriel ruft Religionsvertreter zum Dialog auf

Wenige Tage vor Beginn des Evangelischen Kirchentages, hat Sigmar Gabriel bei einer Konferenz in Berlin Religionsvertreter aus 53 Ländern aufgerufen „miteinander und nicht übereinander“ zu sprechen.

Ein Banner mit dem Logo für den Deutschen Evangelischen Kirchentag hängt in Berlin vor dem Brandenburger Tor. Der Kirchentag in Berlin und Wittenberg dauert vom 24. bis 28.05.2017. dpa

Deutscher Evangelischer Kirchentag

Ein Banner mit dem Logo für den Deutschen Evangelischen Kirchentag hängt in Berlin vor dem Brandenburger Tor. Der Kirchentag in Berlin und Wittenberg dauert vom 24. bis 28.05.2017.

BerlinKurz vor dem Evangelischen Kirchentag hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel alle Religionsgemeinschaften aufgerufen, ihrer Verantwortung für Frieden in der Welt gerecht zu werden. „Ich habe Vertrauen in das große Friedenspotenzial aller Religionen“, sagte Gabriel am Montag zum Auftakt einer dreitägigen Konferenz mit Religionsvertretern aus 53 Ländern im Auswärtigen Amt.

Er betonte, dass alle Religionen die Schaffung von Frieden zum Ziel hätten. Trotzdem stünden sie seit Jahrhunderten immer wieder im Zentrum von Konflikten. Gabriel schlug dabei den Bogen vom 30-jährigen Krieg im 17. Jahrhundert bis zu aktuellen Konflikten wie in Zentralafrika oder Myanmar.

Die Friedensverantwortung der Religionen sei „keine akademische Frage, keine theoretische Frage“, betonte Gabriel. Es sei auch eine Frage der Außenpolitik. Mit der Konferenz organisiert das Auswärtige Amt erstmals einen breiten Austausch mit Repräsentanten von Religionsgemeinschaften aus mehreren Weltregionen.

Gabriel will den Austausch fortsetzen und so langfristig ein Netzwerk schaffen, das zur besseren Verständigung zwischen den Religionen beitragen soll. „Es gibt Gesprächsbedarf - miteinander und nicht übereinander“, sagte der SPD-Politiker.

Von

dpa

Kommentare (2)

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G. Nampf

22.05.2017, 12:56 Uhr

Diesen Appell zum Dialog von einem zweitklassigen Politiker, dessen Verfallsdatum schon abgelaufen ist, werden sich vor allem islamische Haßprediger in der ganzen Welt zu Herzen nehmen und reumütig nur noch zum Frieden aufrufen

Frau Elke Kressin-Lother

22.05.2017, 13:20 Uhr

Die Kirchen sollten sich aus dem Wahlkampf mit Parteiempfehlungen heraushalten.

Elke Kressin-Lother

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