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04.07.2012

11:37 Uhr

Vor Gipfel in Rom

Westerwelle fordert weitere Reformen in Europa

Vor dem deutsch-italienischen Regierungstreffen in Rom hat Außenminister Westerwelle weiteren Reformen gefordert. Sie seien eine Daueraufgabe in ganz Europa, sagte er einer italienischen Zeitung.

Außenminister Westerwelle: „Deutschland braucht starke Partner.“ dpa

Außenminister Westerwelle: „Deutschland braucht starke Partner.“

FrankfurtDie europäische Schuldenkrise ist nach Ansicht von Bundesaußenminister Guido Westerwelle nur durch die Zusammenarbeit aller Europäer zu lösen. "Nur gemeinsam können wir den Weg der europäischen Integration fortsetzen", sagte Westerwelle in einem Interview der italienischen Zeitung "La Stampa". Deutschland benötige "starke und solide Partner, die durch Reformen die Lösung der Krise voranbringen. Italien steht dabei für uns ganz vorne", sagte der FDP-Politiker vor deutsch-italienischen Regierungskonsultationen in Rom.

Mit Blick auf das wirtschaftlich angeschlagene Italien hob Westerwelle die Notwendigkeit von Reformen hervor. Diese seien "eine Daueraufgabe, in Deutschland, in Italien und überall sonst in der EU". Die Bundesrepublik sei mithilfe von Reformen vom einst "kranken Mann Europas" wieder zu einer der weltweit wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften geworden, sagte Westerwelle der Zeitung.

Zum Thema Euro-Bonds, die Bundeskanzlerin Angela Merkel vehement ablehnt, sagte der Außenminister: "Eine Vergemeinschaftung der Schulden in Europa wäre ein grundsätzlicher Konstruktionsfehler, der die europäische Idee gefährdet". Deutschland strebe die Einführung von Euro-Bonds daher nicht an. "Zu wenig Solidarität gefährdet Europa, zu viel Solidarität kann Europa aber nicht minder gefährden", sagte Westerwelle.

Unterdessen verteidigte der italienische Ministerpräsident Mario Monti seine Verhandlungstaktik und die Ergebnisse des Euro-Gipfels vergangene Woche in Brüssel. "Was nach außen so schien, wie der Einsatz des Vetorechts und was für Diskussionen gesorgt hat, war keine Revolution sondern vielmehr eine klassische Verhandlungsmethode," sagte Monti der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" laut Vorabbericht.

Monti sagte, das Wachstumspaket wäre ohne eine Lösung für die Instabilität der Währungsunion als Mittel ohne große Effekte für Märkte und Wirtschaft interpretiert worden. "Wenn nicht die Zinsen sinken und die Wirtschaft wieder wächst, werden in Italien die Kräfte stärker, die gegen Europa und gegen Haushaltsdisziplin sind", warnte er. Es sei oberflächlich, anzunehmen, dass der Reformdruck umso höher ist, je größer der Risikozuschlag für Staatsanleihen werde.

Von

dapd

Kommentare (4)

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nadelstreifendiebe

04.07.2012, 12:26 Uhr

Etwa solche "Reformen" wie in der wiwo beschrieben?

"Brüssel will deutsche Einlagensicherung plündern"

Brüssel könnte den Schutz deutscher Kontoguthaben für die Euro-Rettung anzapfen. Die Sparkassen wehren sich an der Regulierungsfront weiter gegen die mögliche Plünderung ihrer Sicherungsfonds.

http://www.wiwo.de/unternehmen/banken/eu…rn/6827318.html

Account gelöscht!

04.07.2012, 14:19 Uhr

Westerwelle, verp&%$ Dich!

Du bist so glaubwürdig wie eine Straßendirne, die Dir ins Ohr flüstert dass sie dich liebt.

Was mich noch zum Wahnsinn treibt ist diese ständige Begriffstäuschung - wer ist "Deutschland" ? Ob das deutsche Volk von Partnern in Europa zu diesem Zeitpunkt profitiert bezweifle ich sehr. Die "Partner" machen uns nur den Geldbeutel leer.

Für ein Europa der Vielfalt! Für ein Europa der Vaterländer! Gegen die EUdSSR!

Account gelöscht!

04.07.2012, 14:23 Uhr

Die Beste Reform in Europa wäre die komplette INHAFTIERUNG der politischen Klasse sowie derer, die diese korrumpiert haben. Das würde massig Arbeitsplätze für den Bau neuer Gefägnisse geben!

Der ganze Bundesttag mit Ausnahme der rd. 100 Rebellen gehört ins Zuchtshaus! Das wäre eine Reform die unglaubliche Wohlstandssprünge ermöglichen würde!

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