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19.10.2013

08:41 Uhr

Vor Parteikonvent

SPD-Politiker werben für Schwarz-Rot

Spannung vor dem SPD-Parteikonvent. Geht die Basis den Weg in Richtung große Koalition mit? Die Begeisterung hält sich in Grenzen. Doch Schwarz-Rot sei eine Chance, sagt die Führung – und zwar bis 2017.

SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel: Die Spannung vor dem Parteikonvent steigt. dpa

SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel: Die Spannung vor dem Parteikonvent steigt.

BerlinZahlreiche SPD-Spitzenpolitiker werben vor dem Parteikonvent um Zustimmung der Basis für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union. Sie rechnen am Sonntag aber auch mit kritischen Wortmeldungen. SPD-Chef Sigmar Gabriel glaubt an das Projekt Schwarz-Rot: Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sicherte er der Union zu, eine große Koalition nicht während der bis 2017 laufenden Legislaturperiode platzen zu lassen.

„Ich erwarte eine lebhafte Diskussion mit den Delegierten. Das ist aber auch richtig so“, sagte Gabriel mit Blick auf den Konvent der „Süddeutschen Zeitung“. „Wenn die Chance besteht, Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt, bei den Bildungsaufgaben, in den Kommunen, in der Rente und in vielen anderen Bereichen zu schaffen, dann muss die SPD diese Chance prüfen“, fügte er hinzu.

SPD-Anhänger vs. Große Koalition: Proteststurm gegen Sigmar Gabriel

SPD-Anhänger vs. Große Koalition

Proteststurm gegen Sigmar Gabriel

„Wählerverräter“, „Steigbügelhalter für Merkel“, „Muttis Fußabtreter“: Bei SPD-Anhängern kommt die schwarz-rote Eintracht nicht gut an. Auf der Facebook-Seite von Parteichef Gabriel machen sie ihrem Ärger Luft.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles rechnet auf dem Konvent mit einem Vertrauensvotum für die Parteiführung. „Am Ende kann ein Koalitionsvertrag stehen, der für viele Millionen Menschen in Deutschland eine Verbesserung ihrer Lebenssituation bringt“, sagte sie der „Leipziger Volkszeitung“.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geht nach „SZ“-Informationen davon aus, dass der SPD-Konvent die Aufnahme von Verhandlungen über eine große Koalition billigen wird. Merkel habe in der Schaltkonferenz des CDU-Bundesvorstands am Freitag erklärt, die SPD habe jetzt „die Phase überwunden, in der man sie zum Jagen tragen muss“, berichtete das Blatt. Sie habe das Gefühl, so Merkel demnach, dass von der SPD nun auch wirklich das Signal kommen werde: Wir wollen regieren.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin und SPD-Chefin Hannelore Kraft sagte am Freitagabend in Oberhausen, es gehe um einen Politikwechsel zum Wohl der Menschen im Land. „Ich bin auch nicht diejenige, die sagt: Hurra, wir gehen in eine große Koalition

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