Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.01.2014

13:01 Uhr

Vor Treffen zu Islamkonferenz

Türkische Gemeinde will gesetzlichen Muslimfeiertag

Innenminister de Maizière will beim Dialog mit den Muslimen neu anfangen. Einzelne Verbände haben bereits Wünsche geäußert – darunter einen eigenen Feiertag.  Es wäre ein „wichtiges Signal an die Bevölkerung“.

Der Neubau einer Moschee in Köln. Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat einen Wunsch: Die Einführung eines gesetzlichen muslimischen Feiertags – wie etwa das Opferfest, eines der wichtigsten islamischen Feste. dpa

Der Neubau einer Moschee in Köln. Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat einen Wunsch: Die Einführung eines gesetzlichen muslimischen Feiertags – wie etwa das Opferfest, eines der wichtigsten islamischen Feste.

BerlinDie Türkische Gemeinde in Deutschland wünscht sich die Einführung eines gesetzlichen muslimischen Feiertags. „Das wäre ein wichtiges Signal an die muslimische Bevölkerung“, sagte der Bundesvorsitzende Kenan Kolat der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Als Beispiel nannte er das Opferfest, eines der wichtigsten islamischen Feste. Über solche gesellschaftlichen Themen solle eine künftige Islamkonferenz beraten, sagte Kolat mit Blick auf die Neuausrichtung der Runde. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will am Montag mit Vertretern muslimischer Verbände über die Zukunft der Islamkonferenz sprechen.

Wolfgang Schäuble (CDU), damals Bundesinnenminister, hatte die Deutsche Islamkonferenz 2006 ins Leben gerufen, um den Austausch zwischen Staat und Muslimen zu verbessern. Kritiker bemängelten jedoch, die Runde habe nach Fortschritten in der Anfangsphase auf der Stelle getreten. Hinzu kam der Vorwurf, Sicherheitsthemen seien zu sehr in den Vordergrund gerückt. Bei der jüngsten Konferenz 2013 mit de Maizières Amtsvorgänger Hans-Peter Friedrich (CSU) hatten sich muslimische Verbände darüber verärgert gezeigt und beklagt, im bisherigen Format habe die Runde keinen Sinn mehr.

De Maizière hat nun angekündigt, die Islamkonferenz nicht in alter Form fortzuführen, sondern mit den muslimischen Verbänden über die Zukunft der Runde und mögliche Themen reden. Geplant ist dazu am Montag ein Treffen mit sieben Organisationen - darunter die Türkische Gemeinde, der türkisch-islamische Dachverband Ditib, die Alevitische Gemeinde Deutschland und der Verband der Islamischen Kulturzentren.

Kolat begrüßte den Schritt. „Dass der Minister den Dialog sucht, ist wichtig.“ Mit Friedrich habe es keinen offenen Dialog gegeben. Der CSU-Politiker habe vieles unter Sicherheitsgesichtspunkten bereden wollen. Dabei müssten gesellschaftliche Fragen und das Leben der Muslime in Deutschland bei der Runde im Vordergrund stehen.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Nachwuchs

27.01.2014, 10:08 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

27.01.2014, 10:48 Uhr

Ich bin für die Abschaffung sämtlicher religöser Feiertage, allein schon deswegen damit vorgebliche "Christen" wie Sie keinen Grund mehr haben, diese als Vorwand für ihre unbegründeten Kommentare zu missbrauchen.

Nachwuchs

27.01.2014, 19:24 Uhr

Kolat? Was ist persönlich, wenn diese Damen und Herren sich weigern für den Völkermord an den Armenier einzustehen? Wieso klagen diese Leute nur Deutsche absichtlich an??? Völkermord muss benannt werden dürfen wie in Frankreich!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×